Review 

Xenoblade Chronicles X Review

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Wenn sich Martin an ein JRPG ran wagt, muss etwas faul sein. – Normalerweise ist diese Art von Spielen so ganz und gar nicht sein Genre. – Warum wir in jenem Fall Martin und nicht Clemens an das Spiel gelassen haben? – Ganz einfach. Clemens war mit Mario und Luigi Paper Jam Bros und Mario RPG beschäftigt, Michi würde Xenoblade nicht mal eines Blickes würdigen und so ist Martin in die (beinahe) unbekannte Welt gezogen und hat sich das mächtigste Wii U Abenteuer angesehen, das man bis dato kaufen kann.


author martin

Ich bau mir meinen Anime-Traum

Zugegeben. Wenn es um hübsche, langbeine, kulleräugige Schönheiten aus Fernost dreht, schlägt mein Nerdherzchen schon mal höher. – Als ich dann beim Start von Xenoblade Chronicles X meine eigene Figur im Animestil entwerfen konnte, war ich schon mal begeistert. – Haut- und Haarfarbe hier, Proportionen und Augenfarbe da und nach ein paar Minuten war mein beinahe erotischer Traum vom perfekten Anime/Manga-Fräulein ins digitale Leben gerufen. – Wehe dem, der ihr hübsches Gesicht mit Narben versieht (Mann kann doch hoffentlich das gesamte Game diplomatisch bestreiten!?).

Die Erde steht auf der Kippe (mal wieder)

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Nicht schon wieder. – Ich weiss gar nicht wie oft wir dieses Szenario in der einen oder anderen Abwandlung vor uns hatten. – Die Erde, wie wir sie kennen steht kurz vor dem Untergang. – Zwei Alienrassen haben ausgerechnet unser Sonnensystem bzw. unsere Erde als Austragungsort der vernichtenden, beinahe omnipotente Machtspiele, ausgewählt und nehmen auf uns Menschen natürlich keine Rücksicht. – Wahrscheinlich sind wir zu unwichtig gewesen, als dass das irgendjemand jucken würde.

Jedenfalls stehen große Raumschiffe, quasi Weltraumarchen, bereit, um die letzten Überlebenden Menschen ins Weltall umzusiedeln. – Natürlich fällt der Großteil der Flotte den proletarischen Machtkämpfen der E.T.s zum Opfer- genau dort startet schon beinahe unser richtiges Abenteuer. – Unsere Protagonistin (Ja man kann auch als Mann spielen) befindet sich ausgerechnet auf dem Raumschiff, das von einem Alienschiff verfolgt und abgeschossen wird.

Glück im Unglück

Wie es das Schicksal/die Entwickler von Xenoblade Chronicles X so will/wollen, stürzt das besagte Raumschiff zum Glück auf einem grünen, lebensfreundlichen Planeten ab, auf dem schon bald für unseren Anime-Traum das größte Abenteuer ihres bisher kurzen digitalen Lebens stattfinden wird.

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Anfangs wird man von einer Art Mentorin in einer Art Tutorial begrüßt. Man stellt schnell in einem Multible-Joice-Verfahren fest, dass unsereins offenbar das Gedächtnis (zumindest temporär) verloren hat.- Ziel der Menschen, die hier gestrandet sind, ist es eine neue Heimat zu errichten, die “New LA” getauft wird. – New LA ist auch gleichzeitig das Ziel unserer Reise. Der Weg dorthin wird allerdings weniger leicht, als es die freundliche Umgebung erahnen lässt.

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Zwar haben ´Monolith Soft´, die Entwickler des Spiels immer wieder behauptet, dass es sich bei jenem Spiel um ein ganz anderes Spielerlebnis handeln wird, als bei den Vorgängern, was jedoch Steuerung, Kampfsystem und Gegenerverhalten anbelangt, erwartet Kenner des Wii bzw. 3DS-Teils nicht wirklich viel Neues. – Auf der Wii U gibt es aber immerhin einen ordenltichen technischen Schritt in die richtige Richtung.

Damals beim mobilen Ableger, war ich ja bitter enttäuscht, ob der miesen Präsentation und Handhabung. Jene Sorgen sind nun dahin, denn was hier aus der Wii U geholt wird, sucht seinesgleichen. Eine Schier unendliche Weitsicht, tolle Effekte, flüssige Animationen und Co. lassen auf technischer Seite beinahe vergessen, dass das Game auf der technisch angestaubten Nitnendo-Konsole läuft. – Lediglich die Gesichter und deren Animationen mögen nicht so ganz zu den restlichen, detailreichen Charaktermodellen passen. – Ein Faktum, das man aber eher weniger beachten wird, da man sowieso meistens auf den Ar… ähm…Rücken der Spielfigur sehen wird.

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Und sonst?

Nimmt man in New LA angekommen, die rosarote “Alles neu, alles gut”-Brille ab, wird man schnell feststellen, dass sich das Volk schlechen Arbeitsbedingungen gegenüber sieht, nicht unbedingt zufrieden ist und mehr hinter dieser Besiedelung steckt, als man Anfangs angenommen hat. – Es gibt einfach unzählige Gründe, warum unser Hauptcharakter mit Begleitung die Länder durchforstet und immer mehr in ie Geschehnisse gezogen wird, die auf bzw. um die Erde herum, ihren Anfang genommen hatten. – Storytechnisch wird nicht mehr verraten. Nur all zu oft, gibt es Twists in der Story, die man einfach selbst erleben sollte.

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Spieltechnisch muss noch erwähnt werden, dass man zwar in ca. 40-50 Stunden den Abspann sehen kann, ich aber bei gut 100 Stunden noch immer diverse Quests und Geheimnisse entdecke und meinen Spaß daran habe. – Vor allem wenn man in den Besitz eines Mechs, der in jenem Spiel unter dem Namen “Skell” bekannt ist, kommt, macht auch das Fortbewegen und Erforschen eine ganze Ecke mehr Spaß. – Bis es jedoch so weit ist, muss man doch mit ca. 20-30 Stunden Gameplay/Abenteuern rechnen.

Fazit

Ja, ich habe tatsächlich ein modernes JRPG gespielt, es gemocht und werde es in diesen letzten Zeilen weiter empfehlen. – Kaum zu glauben! Was Xenoblade auf der Wii U für mich interessant macht, ist die Story, das Setting und wenn das alles auch nach einem sehr klischeebehafteten Muster abläuft, stimmen vor allem die Präsentation und das Gameplay. – Spätestens dann, als ich bemerkt habe, dass ich bereits über 100 Stunden in der Welt rund um “New LA” verbracht habe, war mir klar, dass Xenoblade zu recht eine überragende Wertung erhalten wird. (9.5/10) mf

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3 Thoughts to “Xenoblade Chronicles X Review”

  1. Markus

    Hab bis jetzt auch knapp 30 Stunden gespielt und meinen ersten Mech erhalten. Schließe mich deinr Meinung hier an, die Spielewelt ist fantastisch, die Story macht Laune. Nur manche Quests sind etwas eintönig bzw ist es schwer der HauptStory zu folgen, bei der breiten Masse an Nebenmissionen.

    1. Martin Fornleitner

      bei so großen spielen, die mich tief in eine welt eintauchen lassen, finde ich es sehr gut, dass es neben dem haupthandlungsstrang auch nebenmissionen gibt. – fand es jetzt aber nicht sonderlich schwer der hauptstory bzw. den mainquests zu folgen. – punkto eintönigkeit sprichst du aber von nebenquests oder? ich fand, mit ausnahme der großen streckenüberwindung ohne mech, eigentlich keine mainquest eintönig.

  2. Markus

    Genau, ich finde halt das sich manche Nebenquests, die für die HauptStory benötigt werden, etwas in die Länge ziehen. Aber für ein JRPG macht dies wohl einfach die gesamte Länge aus.

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