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Watch_Dogs 2 Review

Bereits vor zwei Jahren konnten wir in Ubisoft´s erstes Hacker-Adventure eintauchen und eine frei begehbare Stadt erkunden, manipulieren und von den niederträchtigen Pläner der Online-Großmächte der Welt befreien. – Schon damals konnte “Watch Dogs” in einigen Belangen von seinen Qualitäten überzeugen. – Ob der Nachfolger die kleinen Mängel hinter sich lassen kann oder nicht, klärt unser Review!

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Auf geht´s!

San Francisco – 22 Uhr Ortszeit. – Ich stehe am Parkplatz eines abgeschotteten Firmengeländes. Sicherheitsbeamte bewachen das ctOS Gebäude, in das ich eindringen möchte. – In den Kopfhörern dröhnt die coolste Playlist, die man sich nur wünschen kann. – Eine Wache – Zack! Mit gekonntem Schwung schalte ich sie mit meinem Eightball aus und dringe in das Gebäude ein, nachdem ich die Sicherheitsumgebung mit einem simplen Hack ausser Kraft gesetzt habe.

Wenig später befinde ich mich im Herzen des Rechenzentrums. In einem 50 Grad heissen Lüftungsschacht, hacke ich mich mit meinem Notebook in die Datenbank und suche mit die benötigte Datei. – LAN Kabel vom Server abstecken, alles zusammenpacken, in wenigen Sekunden schlägt der Alarm aus und dann liegt es an unserem körperlichen Fähigkeiten, so schnell wie möglich aus dem Gebäude zu entkommen. – Schaffen wir dies, sind wir Mitglied bei Dedsec, der wohl einflußreichsten Hacker-Community der Welt!

Hinten ´rum, gleich links

Ist mein erstmals Mitglied bei Dedsec, liegt uns die Stadt schon bald zu Füßen. Bevor es aber so weit ist, heisst es lernen, vorbereiten und hacken, was das Zeug hält. – Aber der Reihe nach. – Im Spiel “angekommen” stellt man schnell fest, dass in San Francisco Style nicht unwesentlich ist. – Demnach ist Kleidung, Auftreten und der Bekanntheitsgrad nicht unbedeutend!

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Ist man erstmals nach einer durchzechten Nacht richtig gekleidet, erhält man Zutritt in das Geheimversteck. – Nerdig, stylisch und trendy zugleich präsentiert sich die Hackerzentrale, in der man nicht nur seine Teamkollegen besser kennen lernen kann, sondern vor allem auch die Möglichkeiten selbiger nutzt. – Weiters kann man in der Zentrale nützliche Utensilien, Waffen und mehr aus dem Hauseigenen 3D-Drucker beziehen, man kann sein Outfit wechseln bzw. erweitern (natürlich an einem Eigenen Münzeinwurf-Automaten), man kann Apps programmieren lassen und Missionen besprechen. – Kurz gesagt – Ein wahrer Traum für Hacker und gleich soviel mehr Möglichkeiten, als beim Vorgänger.

Hacken wie damals, Umsetzung neu

Ist man in den Straßen der Großstadt unterwegs werden sich Kenner des Vorgängers schnell heimisch fühlen. – Zumindest, was das Hacken anbelangt – Optisch ist San Francisco viel hipper und bunter, als Chicago. – Ebenfalls ist Marcus, der neue Hauptprotagonist, viel interessanter und verrückter als es damals noch Eden war.

Marcus ist viel schneller, agiler und bestimmt auch jünger als sein Vorgänger und macht mit seiner sportlichen Art schon beinahe einen auf Assassin´s Creed. – Passend und praktisch, da Ubisoft dieses Jahr bekanntlich auf einen neuen Teil der Franchise verzichtet.

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Die langweiligen Hackerrätsel des Erstlings wurden aufgepeppt. – Musste man damals noch in einem zweidimensionalen Schaltplan Hebel umlegen, um Verbindungen herzustellen, geschieht dies nun in der “realen” Welt im dreidimensionalen Raum – Dies sieht nicht nur viel authentischer aus (Marcus bedient dabei Terminals, steckt Kabel um, usw.), sondern ist auch viel nachvollziehbarer, da man, wie gesagt, sieht, was beim Hacken so vor sich geht. – Ebenfalls wurde das Hacken um das Bedienen einer Desktopoberfläche erweitert, wenn man einen Computer hackt und mittels Tastendruck in Quicktimeevents Fenster aktiviert, Abfragen bestätigt und Einträge löscht.

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Ebenfalls kann man selbst gedruckte Drohnen dazu verwenden ganze Einrichtungen zu infiltrieren, zu hacken und zu erkunden. – Ansonsten bleibt alles beim Alten. – Ampelsysteme können manipuliert werden, Absperrpoller können mittels Tastendruck aus den Boden befördert werden und mittels Smartphone überweist man sich schnell mal den Tagelohn von Passanten auf sein eigenes Girokonto.

Gegen Großmächte

Hauptziel von Dedsec ist es der übermächtigen ctOS Kraft, Wind aus den Segeln zu nehmen, um die Menschen weniger gläsern und die Welt wieder ein wenige fairer zu machen? – Warum fairer? – Nun, durch das ständige Tracken sämtlicher Bürger ist es Konzernen möglich geworden Daten viel effizienter zu verkaufen. Versicherungen können entscheiden, ob es sich lohnt Kunden aufzunehmen und Banken kennen bereits aufgrund von Onlinestatistiken das Innerste neuer Kunden, die mit gut positionierter Werbung schon von klein auf für Kredite geködert werden.

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CtOS ist somit der erklärte Topfeind, der Freiheitsliebenden Bewegung hinter Dedsec. – Ob es aber tatsächlich so leicht ist die “Guten” und die “Bösen” voneinander zu trennen, erfährt ihr in gut 40 Stunden im Singleplayermodus. – Erledigt man noch die unzähligen Nebenquests und Events, kommt man bestimmt auf das doppelte der Zeit. – In San Francisco ist an jeder Ecke etwas zu tun und man wird förmlich erdrückt von der Vielfalt, die diese offene Welt einem bietet.

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Fazit

Watch Dogs 2 ist in allen Belangen besser, als der Erstling. Marcus ist der bessere Hauptcharakter, San Francisco ist cooler und größer als das digitale Chicago, das Hacken funktoniert leichert und intuitiver und die Story, als auch die Missionen sind um ein Vielfaches spannender. – Auch technisch glänzt das Spiel an allen Ecken und Enden. Soundtechnisch kann ebenfalls nichts bemängelt werden und da die Steuerung, als auch das Fahrverhalten sämtlicher Fahrzeuge verbessert wurde, machen auch die Missionen in Fahrzeugen mehr Spaß. Insgesamt ist Watch Dogs 2 überraschend gut geworden und reiht sich bestimmt in die Top-Spiele 2016 ein. (9/10) mf

 

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2 Thoughts to “Watch_Dogs 2 Review”

  1. Markus

    Habs mir heute auch geholt und freu mich schon sehr es ausgiebig zu spielen. So wie sich das Review liest, wird das Spiel meiner Vorfreude gerecht.

  2. Geraldine J. Niebur

    Das Spiel erinnert mich durch seine komisch überspitzte Art extrem an Saints Row… mit Hacking!

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