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Review 

The Legend of Zelda – Triforce Heroes Review

Wer den letzten 256 Bit Podcast gehört hat, fragt sich nun bestimmt, warum der liebe Martin, doch schon jetzt sein Review zum neuen Zelda Ableger veröffentlicht. – Dieses “Geheimnis” bzw. dieser Umstand, wird im folgenden Text erleutert. In den Wunschvorstellungen geneigter Nintendo- bzw. Zelda-Fans würden selbige momentan schon den neusten Ablege der Adventure-Serie auf ihren Wii U Konsolen genießen. Da, wie wir alle wissen, der neueste Heimkonsolenteil der Zelda-Serie auf unbestimmte Zeit verschoben wurde (und meiner Meinung nach gar nicht mehr für Wii U, sondern für NX erscheinen wird), versorgt uns Big-N mit einem kleinen Spinoff-Teil in “bester” Four-Swords Manier. – Ob ein Multiplayer-Zelda, das nicht in Hyrule spielt und Zelda lediglich als Namensgeberin des Titels verwendet wird, gut genut ist, um Fans bei der Stange zu halten, klärt unser Review.


author martinEhrlich, ich bin Zelda-Fan

Eigentlich gibt es nichts aus dem Zelda-Universum, das nicht in meinen Vitrinen landet. Egal ob Spiel, Buch, Manga, DVDs, Musik-Cds, überteuerte Fanartikel, noch verschweißte Konsolen im Zelda Design oder gar die schrecklichen CDi-Ableger. Als größter Zelda Fan von hier bis Cocolint, verehre ich die Spiele über alle Maßen. – Ja sogar den schlechteren Teilen der Serie, kann ich meistens noch etwas gutes abgewinnen. – Umso erfreuter/erwartungsvoller war ich, als auf der vergangenen e3 ein neuer Ableger für den 3DS angekündigt wurde. – Optisch in bester Top-Down-Tradition mit “A Link between Wordls”-Engine realisiert inkl. interessantem Multiplayer-Gameplay.

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Und tatsächlich kam, trotz negativer Stimmen im Vorfeld sofort Zelda-Feeling auf, als ich das Spiel das erste mal gestartet habe. – Anfangs ist nichts von kleinen Spinoff-Levels und dem Multiplayer-Modus zu sehen. Man streift, nach einer schrulligen Intro-Geschichte, durch eine neue Stadt (Textilia), redet mit den Bewohnern, macht sich auf zum örtlichen Schloß, muss der Prinzessin aus einer misslichen (Textil-)Lage helfen und besucht diverse Shops. – Sogar der besagte Shoppingtrip in der neuen Stadt macht Laune, da man sofort erf#ährt, dass Outfits bzw. Mode eine große Rolle spielen werden. – Schnell wird klar, dass man in bester “Ich muss alles haben”-Manier, das Hauptaugenmerk darin liegen wird, diverse Gegenstände zu finden, aus denen die örtliche Schneiderin, Outfits anfertigen kann. – zB. Gibt es ein Bomben-Outfit, das nicht nur ulkig aussieht, sondern auch (wie andere) Kostüme eine Spezialfähigkeit mit sich bringt. – Im Falle der Bombenkleidung ist es zB. möglich größere Bomben zu werfen. – Weiters gibt es noch unzählige andere Kostüme, eine Zelda-Robe, ein Kokiri-Outfit und sogar (extra für mich?) ein Outfit, das den Helden in eine Minecraft-ähnliche Figur, verwandelt.

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Dieses Feature alleine, macht schon mal viel Laune und bringt ein neues Element in die Zelda-Serie. – Gut, es gab früher schon andere Roben, Masken und ähnliches, aber die Tatsache, dass man sich in den einzelnen Level zum Loot-Profi machen möchte, nur um noch einen Schleimpilz zu erhaschen, der noch zur Fertigstellung eines begehrten Outfits fehlt, zeugt von einem bisher unbekannten Potential.

ABER…

Wie erwähnt ist der Multiplayer-Modus das Herzstück des Spiels. – Bevor wir uns aber jenem Modus zuwenden, gehen wir auf Solo-Helden ein, denn jene bekommen ebenfalls einen eigenen Modus spendiert. In Sachen Umfang und Herangehensweise unterscheidet sich jener Modus eigentlich nicht vom Mehrpsielermodus. – Die einzige Ausnahme (und leider der erste fette Kritikpunkt), ist der Umstand, dass man dennoch mit insgesamt drei Kriegern in den Kampf zieht. – Leider sind die beiden Gefährten nicht KI-gesteuert, sondern müssen mühsam, mittels Charakterwechsel, abwechselnd gesteuert werden. – Kleines Beispiel: Man betritt einen Level (die übrigens allesamt ähnlich den bekannten Dungeons sind) und muss gleich mal ein großes Tor Öffnen. Zum Öffnen ist es, wie bei vielen anderen Rätseln auch notwendig als Totem zu agieren. Man hebt also einen der leblosen Charaktere auf, wechselt zum dritten im Bunde, hebt die anderen Beiden auf, erreicht die nötige Höhe und schießt dann mit dem oberen Charakter auf einen Schalter oder katapultiert den obersten “Link” auf eine höhere Levelebene. – Dort angelangt, drückt oder verschiebt man noch einen Schlater, meuchelt ein paar gegener und wechselt erneut zu einem anderen Mitstreiter, der sich nun auf eine Platform stellt. Selbiges muss dann noch der dritte im Bunde machen, bevor sich das Tor endlch öffnet. – Klingt nicht nur kompliziert, ist es auch. – Der Wechsel zwischen den Spielfiguren dauert nicht nur unnötig lange, sondern macht immer wieder sehr deutlich klar, dass der Singleplayer-Modus nicht das Kernelement von Triforce-Heroes darstellt.

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Wagt man sich dann in einen der verschiedenen Multiplayermodi, sollten eigentlich all diese Probleme in Vergessenheit geraten. – Warum, das aber nicht der Fall ist, sondern (momentan) noch mehr Probleme/Ärgernisse mit sich bringt, klären wir ein paar Zeilen später. Zuerst sehen wir uns an, welche Modi es gibt. Wir haben zwei verschiedene Arten des lokalen Multiplayer zur Verfügung. Den Single- und den Multikarten-Modus. Erster ist die richtige Wahl, wenn eure lokal verfügbaren Freunde das Spiel nicht besitzen. – Hier kommt die berühmte Download-Funktion des 3DS zum Einsatz. Der Mitspieler, lädt sich alle nötigen Daten in den Speicher der Handheld-Konsole und kann dann mitspielen. – Bei jenem Modus muss aber erwähnt werden, dass es zum einen nicht alle Level zur Auswahl gibt und auch der Umfang bzw. die Gegener”massen” kleiner ausfallen. – Anders verhält sich das in der zweiten Variante des lokalen Spiels mit Freunden. – Jener Modus bietet nicht nur den vollen Umfang, sondern ist (hoffentlich nur momentan!!!) die beste Wahlt, dieses Spiel zu genießen. – Hier bekommt man alle Level, alle Gegenstände und erlebt ein Spiel, das im Grunde mindestens eine Wertung von 7/10 verdienen würde. – Warum dies aber nicht der Fall ist, führt uns zum Anfang dieses Absatzes zurück.

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N3DS_TLOZ-TriForceHeroes_illustration_03Wie im letzten 256 Bit Podcast erwähnt, wollte ich dem Spiel bzw. Nintendo noch eine Woche Schonfrist geben. – Warum? – Weil der Online-Multiplayermodus eine absolute Frechheit ist. – Klar – Nintendo kann nichts gegen Trolle machen. – Trolle, die in der Lobby (im Schloßsall) einfach nicht auf die Triforce Platte steigen, um einen Level zu starten, sondern nur herumlaufen/schießen und somit die potentiellen Mitspieler ärgern. – Auch habe ich eine Menge an Trollen erlebt, die in einem Level, kurz vor dem jeweiligen Endgegener (und somit kurz vor den begehrten Schatztruhen, die Zutaten für neue Outfits enthalten), die Session verlassen. – Sehr, sehr ärgerlich, aber wohl kein Novum in der Online-Welt. – Viel ärgerlicher ist es, dass die Performance grottenschlecht ist. – Mag es den Servern liegen, am schlechten Übertragunscodec oder sonst etwas. – Ich habe diverse Pings und Speedtests durchgeführt und hatte im Idealfall zwischen 20 und 30 MBit/Sekunden – Auch der Upload ist mit 6-7 MBit/Sekunde recht ordentlich ausgefallen. – Selbst der Ping von 5ms ist nicht der Rede wert. – Und dennoch ist es immer wieder passiert, dass die Session dermaßen ins Ruckeln gekommen ist, dass das Game somit unspielbar wurde. – Ja sogar riesige Lags von mehreren Sekunden haben dazu geführt, dass einer der Mitspieler oder ich selbst in eine Schlucht gefallen sind. – Nein, Nintendo. Das macht keinen Spaß. Ich habe weiters nun sogar die Gelegenheit gehabt mit anderen Leuten, die ich kenne den “Freundes-Modus” zu probieren, bei dem man mit Spielern aus der Friendslist in den Kampf ziehen kann. – Auch hier kam es zu Geschwindigkeitproblemen, Abbrüchen und Verzögerungen. – Nachweislich nicht nur bei mir.

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Ich baue darauf, dass Nintendo das Spiel patchen wird, die Server poliert und es schafft, dass Triforce-Heroes besser laufen wird. – Ja sogar heute hatte ich eine leichte Verbesserung im Onlinespiel. – Hatte zwei größere Einbrüche, die sich aber nach ein paar Sekunden verzogen hatten. – Und dennoch… Wenn ein Publisher ein GTA-Online oder Battlefield veröffentlicht, bei dem in einer Session 30/40 oder gar mehr Spieler gleichzeitig zocken wollen und in den ersten Tagen Problemchen auftreten, sehe ich das ja noch ein. Aber ein Zelda-Spinoff, wo man maximal mit zwei weiteren Spielern in den Kampf zieht, darf einfach nicht unter sochen Bugs leiden. – Schon gar nicht, wenn Zelda drauf steht, schon gar nicht, wenn ein Spiel so viel Charm hat, gut aussieht und die eigentliche Idee gut wäre. – Wie gesagt. – Dass der Singleplayermodus mies bzw. umständlich ausfällt, war fast zu erwarten. – Dass sich Nintendo hier nicht mehr einfallen hat lassen, tut mir ein wenig in der Seele weh. – Dies ist ein momentaner Eindruck/ein momentanes Fazit. – Ich werde dieses Review in einer Woche mit einem Update versorgen und dann berichten und eventuell die Wertung anpassen, aber was Nintendo hier verbrochen hat (und ich bin riesiger Nintendo- und Zelda-Fan), muss einfach jetzt kurz nach Release aufgezeigt werden und darum bekommt dieses Spiel von mir (momentan) nicht mehr als eine wirklich gut gemeinte 5/10 mf

kasten zelda

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2 Thoughts to “The Legend of Zelda – Triforce Heroes Review”

  1. Sehr schade, war aber zu erwarten das der Singleplayer so wird. Werde das Abenteuer wohl vorübergehend auslassen und vielleicht irgendwann mal zuschlagen, wenn es billiger ist.

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