Review 

The Legend of Zelda – A Link to the Past (Nintendo New 3DS) Review

Ach was waren das für wundervolle Zeiten, als man in den frühen 90er-Jahren noch durch fantastische Pixellandschaften ziehen konnte und ein Abenteuer nach dem Anderen in bester 8- oder 16-Bit Manier erleben konnte. – Eines der wohl wunderschönsten und umfangreichsten Spieler der damaligen Zeit war mit Sicherheit “The Legend of Zelda – A Link to the Past”. Mit Nintendo´s “Großzügigkeit” können wir jetzt, 23 Jahre später endlich auch unterwegs in bester Qualität durch Hyrule und die Schattenwelt ziehen.


author martin

Ein Ritter von Hyrule

Die Geschichte könnte klassischer nicht sein. Während in einer finsteren, regnerischen Nacht Link wohl behütet in seinem Bettchen schläft, wird sein Onkel, der offenbar die Erziehung des Feenjungens übernommen hat, zum Schloß gerufen, wo die Prinzessin höchstpersönlich in Gefahr steckt. Als Ritter von Hyrule ist es natürlich die Aufgabe von Link´s Onkel dem Hilferuf entgegen zu eilen. Trotz dessen Verbot, folgt Link heimlich seinem Ziehvater und findet selbigen, der mit seinen letzten Atemzügen in den Verließen des Schlosses seinen Schild und sein Schwert an Link übergibt.

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Agahnim, ein düsterer Zauberer, der die Herrschaft des Schlosses an sich gerissen hat, hält die Königstochter, Zelda im Kerker gefangen. Natürlich entschließt sich Link berufen die namensgebende Seelenverwandte aus den Fängen des Schlosses zu befreien, um unentdeckt aus den Gemäuern fliehen zu können. – Gemeinsam mit dem Priester von Hyrule entschließen Link und Zelda, dass Agahnim der Garaus gemacht werden muss, bevor dieser das ganze Land unterjocht.0e28a588c2db69c8a5c444a9e5305dbc

 

Schnell wird klar, dass es nicht allein in Hyrule zu bewerkstelligen sein wird, das Abenteuer zu bewältigen, sondern es wird Link, als auch den Spieler durch Raum und Zeit treiben, wo man nicht nur die sieben Weisen aus ihren Kristallen rettet, in denen das Ultimative Böse, Ganondorf, jene Wächter gefangen hält, sondern auch durch die Manipulation der Zeit gegenwärtige Ereignisse ungeschehen macht.

Eine Frage der Technik ?

Man mag es kaum glauben, aber Nintendo hat sich erst jetzt, fünf Jahre nach dem Release des 3DS, dazu entschlossen, die 16-Bit Klassiker von damals auf die aktuellste Handheldkonsole zu bringen. Ohnehin war das nicht nur längst überfällig, sondern einfach logisch, da man Super Nintendo Spiele viel eher auf einem kleineren Display genießen kann, als auf den (Ultra)HD-Fernseher daheim, wo die Bilddarstellung einfach nicht an die klassische Röhren-TV Optik heran reicht. Viel zu groß ist der Unterschied zwischen 90er Jahre Analogtechnik zu der aktuellsten High Definition-Darstellung.

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Könnte man sich in jenem Moment freuen, dass Nintendo spät aber doch, den richtigen Weg eingeschlagen hat, muss man mit einem ziemlich bitteren Beigeschmack erkennen, dass sämtliche SNES Spiele der Virtual Console nur auf dem “New Nintendo 3DS” laufen. Spieler mit 2DS oder 3DS Geräten sehen in die Röhre. – Eine Schande, wenn man bedenkt, dass Hobbyenwickler schon zur Zeit eines Nintendo DS mittels Emulator SNES Spiele auf der Vorgängerkonsole von 2005 zum Laufen gebracht haben. – Was hier betrieben wird ist einfach die letzte Hoffnung, mehr Geräte der überarbeiteten 3DS-Variante an den Mann zu bringen. Ein einziges Spiel (Xenoblade) hat wohl doch nicht zu den gewünschten Absatzzahlen geführt.

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Weiterer Kritikpunkt- Alle angebotenen SNES Spiele am 3DS sind amerikanische Versionen, weshalb bei textlastigen Spielen, wie Zelda, für den einen oder anderen, wohl eine gewisse Sprachbarriere davon abhalten wird, das Spiel zu kaufen. – Nur weil die Bildwiederholrate damals auf NTSC Geräten besser war und das Spiel minimal flüssiger läuft, ist das noch lange kein Grund das lieb gewonnen, deutsche Original den Spieler vorzuenthalten.

Zu guter Letzt habe wir noch einen alten, aber dennoch wichtigen Kritikpunkt, der ebenfalls dazu beitragen wird, dass viele Spieler verärgert sein werden. Es ist nämlich egal, ob ihr “A Link to the Past” bereits für Wii und/oder Wii U gekauft habt- Nintendo bittet, um das Spiel unterwegs erneut zu genießen, abermals zur Kasse und das ist in Zeiten von Smartphones und systemübergreifendenen Accounts einfach nicht mehr angebracht.

Fazit

Das eigentliche Spiel “A Link to the Past” ist ein wunderbares Action Adventure. Kaum ein Spiel ist so schön gealtert, wie Link´s 16 Bit Auftritt und es macht nach wie vor Spaß Hyrule vor dem Böse zu befreien. – Das Spiel macht in Sachen Präsentation (Sound und Grafik), als auch punkto Umfang und spielbarkeit so gut wie alles richtig. – Die oben genannten Restriktionen und Voralgen von Nintendo bringen mich aber zum Kochen, weshalb ich Besitzern eines NEW Nintendo 3DS mit Englischkenntnissen durchaus empfehle diesen Titel zu kaufen, jedoch bekommt dieses Machwerk, welches sich auf einem fraglichen Geschäftsmodell und lumpiger Ausreden ausruht von mir alles andere als eine gute Note (5/10) mf

zelda

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