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THE DARK PICTURES: Man of Medan [PC, PS4 XBOX ONE] Review

Nach einiger Zeit der Abwesenheit melden sich Supermassive Games mit einem ziemlich ambitionierten (man möge sagen massiven) Projekt zurück! Dieses hört auf den Namen The Dark Pictures Anthology. Dabei handelt es sich um eine Sammlung an Horrorepisoden welche über den Zeitraum einiger Jahre veröffentlich werden sollen. Ermöglicht wird das durch Bandai Namco und die Erfahrungen die Supermassive bereits mit Until Dawn (dem PS4-Exlusivtitel) sammeln konnten. Was der erste Teil – Man of Medan – zu bieten hat bringe ich euch in diesem Review näher.


Until Dawn reloaded

Mit diesem Satz könnte man das Review auch wieder beenden. Doch das wäre fad darum ein wenig ausführlicher. Generell gelten die gleichen Prinzipien wie bei Until Dawn. Einige Twenty-Somethings sind auf einem Tauchgang und dabei passiert unheimliches, was, abhängig von euren Entscheidungen, zu deren Tod führen kann.

Das alles erfolgt entweder durch Quick-Time-Events, oder durch binäre Aussagen die die Charaktere treffen können. Wirklich sympathisch ist keiner der Charaktere, aber vielleicht ist das auch gewollt, damit deren Tode nicht so schlimm sind.

Dabei unterscheidet sich Man of Medan jedoch ein wenig von Until Dawn. Zum einen bekommt man deutlich mehr Feedback wie die unterschiedlichen Beziehungen der Charaktere sich verändern (das war immer sehr undurchschaubar), aber gleichzeitig interagieren die Charaktere weniger mit einander. Das ist besonders deshalb schade, weil diese meistens zu zweit unterwegs sind und dabei schweigen diese sich gegenseitig an.

Weiters hat sich auch die Art der Erzählung verändert. Until Dawn hatte den Psychologen, der einen begleitet hat und auch Einfluss auf die Story nahm. In Man of Medan hat der Kurator (er sammelt Geschichten und teilt diese mit den Spielern) eigentlich wenig zu melden und das was er macht ist eher uninteressant.

Leider wurde auch am Gameplay nicht deutlich gefeilt. Wie schon in Until Dawn bewegen sich die Charaktere oft unnatürlich, bleiben in Wänden stecken, oder scheitern daran Türen zu passieren. Besonders nervig ist es wenn man Geheimnisse findet. Diese sind, wie schon in UD, mit einer Hand aufzuheben und dann zu wenden. Das klingt jetzt man nicht schlimm, aber wenn man das 50 mal machen muss wird es etwas fad. Besonders in Anbetracht der Tatsache, dass man bei Man of Medan immer nur einen einzelnen Hinweis findet. Bei Until Dawn waren oft zwei oder mehr Gegenstände auf einem Tisch und man konnte aussuchen welchen man ansehen möchte.

Neu ist weiters der Multiplayer-Modus. Wie das in einer Interaktiven-Story gehen soll war mir zu Beginn nicht ganz klar, aber das ist eigentlich eine tolle Idee. Es gibt den Movienight-Modus, bei welchem einfach der Controller weitergegeben wird. Das ist ziemlich einfallslos, aber effektiv, besonders, weil bis zu 5 Personen daran teilnehmen können. Doof ist dabei nur, dass die Gameplaysegmente an die Charaktere angepasst sind und dadurch mache Spieler deutlich länger spielen als andere. Mir persönlich hätte ein Votingsystem für Entscheidungen oder eine Aufteilung der Aktionen (ein Spieler entscheidet, einer macht QTEs) besser gefallen. Der Multiplayer geht aber auch Online. Das Prinzip ist ähnlich, wobei man hier, teils sehr lange, dem zweiten Player zusieht was der so entscheidet. Das kann durchaus lustig sein, weil man dem auf der anderen Leitung durchaus den Lauf versauen kann. Somit ist der Multiplayer zwar lustig, aber nur bedingt eine Bereicherung.

Gibt es bei soviel Schatten dann überhaupt noch Licht? Ja klar, vier Aspekte! Im November kommt der Kuratormodus, als gratis DLC, nach. In diesem werden einige Szenen anders ablaufen als im normalen Modus. Das ist besonders toll, weil Man of Medan nicht ewig lang ist. In drei bis vier Stunden ist man durch was einen neuerlichen Durchlauf deutlich interessanter macht als noch bei Until Dawn. Der dritte Aspekt ist die wirklich gute Story, die einen gespannt auf den nächsten Teil hoffen lässt. Und zu guter Letzt kostet das Spiel nur 30€. Das ist wirklich fair. Man bekommt dafür ein Spiel mit einem hohen Wiederspielwert, einiges an Extras und eben den Kuratormodus.

Somit ist es nur noch spannend ob das Konzept aufgeht und wir mehr als nur zwei Storys geliefert bekommen

Fazit

Man of Medan ist ein knackiges Horrorgame. Es hat die gleichen technischen Probleme wie schon Until Dawn, aber bei dem fairen Preis von 30€ muss man ehrlicherweise sagen bekommt man ein ganz gutes Paket. Ich persönlich freue mich auf den Kuratormodus und den nächsten Teil! (7/10) kbm

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One Thought to “THE DARK PICTURES: Man of Medan [PC, PS4 XBOX ONE] Review”

  1. H-Anker,, die die Grundidee als Steinbruch benutzt.

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