Beitrag Review 

Sea of Solitude – Review (PS4)

Das EA Originals Programm ist mittlerweile weitreichend bekannt und wohl eine der schöneren Seiten des Gaming-Riesen. Immer wieder kommen aus dieser Ecke Perlen wie Unravel aber auch andere interessante Experimente wie Fe. Dieses Jahr hat EA Sea of Solitude auf den Markt geworfen. Was das kleine Berliner Studio
 Jo-Mei Games hier produziert hat und ob es mehr in die Perlen- oder Interessantlade fällt bringe ich euch in diesem Review näher!


Anders als die schon genannten Titel die vor Sea of Solitude kamen, fokussiert sich dieser Titel nicht so sehr auf Gameplay. Zwar hat man einiges zu tun und aber das erfolgt meist über simples Knopfdrücken. Das Spiel hat aber auch ein paar Jump’n’Run Einlagen die nicht allzu einfach sind. Aber wegen der Spielerei sollte man sich SoS nicht ansehen.

Vielmehr begleitet man Kay (die Protagonistin) auf ihrem Weg durch die Einsamkeit. Jedoch ist mit Solitude nicht die unfreiwillige Einsamkeit gemeint (zumindest seh ich das so) sondern diese die einen manchesmal überkommt wenn man einfach Allein sein muss. Um sich selbst, oder jemand anderes zu finden und zu verstehen. Das ist nicht immer einfach und oftmals muss man sich dabei mit seinen dunklen Seiten auseinandersetzten.

Kay tut dies auch in Form von gigantischen Monstern. Zum einen setzt sie sich im Laufe des 4 Stunden Spiels mit ihrer Familie und deren Problemen, aber auch mit ihrer Beziehung und schließlich mit sich selbst auseinander. Dabei sind einige Momente dabei die sicher jeder von uns kennt, und die einem nur beim Zuhören tatsächlich an die Nieren gehen.

Kay besucht auf ihrer Reise altbekannte Orte, diese sind jedoch tief unter einer Schicht Wasser versenkt. Kay muss dabei nicht tauchen, sondern ist immer wieder in der Lage tiefer hinab zu gelangen, indem kleine Helfer den Wasserpegel für sie senken. Generell ist das Spiel sehr linear, was es zumindest für meine Wenigkeit sehr angenehm gemacht hat.

Auch für die Sammler und Entdecker gibt es einiges zu tun. Man kann Flaschenpost entdecken (mit ner interessanten Sidestory) und Möwen verscheuchen. Beides hat aber keinen Einfluss auf den Spielverlauf.

Negativ ist mir persönlich die Synchronisation aufgefallen. Ich bin auch kein Muttersprachen-Englischsprecher, aber der deutsche Akzent ist manchmal wirklich ziemlich hart gewesen. Ich verstehe schon, dass man um eine höhere Reichweite zu bekommen, sein Spiel primär auf Englisch macht, aber wenn man schon ein deutsches Studio ist wäre es nett gewesen das Spiel auch auf deutsch spielen zu können. Vielleicht wird dies ja noch nachgereicht.

Die Steuerung könnte besser sein, aber bei einem Indie-Titel, der auch nur 20€ kostet, kann man da schon mal drüber hinweg sehen.


Fazit

Was gibt es nun viel zu sagen. Tolles kleines Experiment, welches nicht viel Gameplay, aber einiges zum Nachdenken bereit hält. Nicht jeder sollte zuschlagen, aber einen Blick kann man sicher riskieren, wenn man offen für die Thematik und die damit verbundene Umsetzung ist kann man wirklich mal tiefer in Kay’s, und damit in die menschliche, Seele blicken. (8/10) kbm

Wir danken EA an dieser Stelle für die Bereitstellung des Testmusters!

Facebookby feather

Comments

comments

Related posts

Leave a Comment

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.