Beitrag Review 

Robinson The Journey Review

Wieder einmal setze ich mir voller Vorfreude das Playstation VR Headset auf, um einen der von mir sehnlichst erwarteten Titel des Jahres zu erleben. Ja, „ERLEBEN“, denn das ist es, was VR Spiele von anderen Games meiner Meinung nach unterscheidet. Durch die Immersion, erlebt man Spiele und spielt sie nicht. – Zumindest nur zweitrangig. – Im Falle von „Robinson – The Journey“ war ich, wie gesagt, mehr als hoffnungsvoll, da es schließlich darum ging, Dinos gegenüber zu treten. – Das kann gar nicht schlecht sein…

…Apropos „schlecht“…

Wer Teaser, Trailer oder Spielausschnitte von Robinson vorab gesehen hat, wird immer wieder Szenen gesehen haben, in denen Man von einem gewaltigen T-Rex beschnuppert wird, Szenen, in denen man Brachiosaurier füttert oder vor Jägern flüchtet. – Nun…ganz so fängt das rund fünf Stunden „lange“ Spiel leider nicht an. – Anfangs gilt es, als „Robin“, ein auf einem fremden Planeten gestrandeter Junge, Freundschaft mit einem jungen T-Rex Baby zu schließen, bis man letztendlich Wochen später das neu gegründete Camp zusammenräumen muss. – Ja, auch wenn es als Tutorial dient…man muss aufräumen…und gar nicht wenig. Man baut Trainingspuppen zusammen, räumt den Mist des neuen, reptilischen Freundes weg und schafft Steine aus dem Weg. – Wo bleiben endlich die zähnefletschenden Jäger?

robinson-the-journey-psvr-2

…da war noch was…

Ach ja…ich wollte ja auf „schlecht“ zurück kommen. Wohl gerade in dem Moment, wo das Spiel endlich interessanter werden würde, wurde mir kotzübel. – Ja…ich hatte Motion-.Sickness bzw. so genannte VR-Legs. – Ein Symptom, welches der berühmten Seekrankheit gar nicht unähnlich ist. – Ja, ich wollte kotzen, ich konnte mich nicht länger in der Welt von Robinson aufhalten und musste Pausen einlegen. Ich konnte feststellen, dass ich ca. 15-20 Minuten am Stück spielen konnte, bevor das Gefühl unerträglich wurde. – Woran liegt das ? – Nun… VR vermittelt offenbar ein so glaubhaftes Erlebnis, dass unser Hirn „glaubt“ was es sieht. Geht man nun aus der Egoperspektive in einem dreidimensionalen VR-Raum, rechnet der Körper mit Belastungen, Bewegungen, Schritten…dies ist aber nicht der Fall in Spielen und daher wird dem Spieler unter Umständen schlecht. – Anders ist dies bei Rennspielen oder zB. Flugsimulationen. Also Spiele, die ohnehin den Eindruck vermitteln, dass man sitzt. – Also wenn ich mit einem Auto fahre, sitze ich und muss mich nicht bewegen und genau das belastet den Körper/das Hirn viel geringer.

screenc3

All das trifft natürlich nicht bei allen Spielern ein, legt aber nahe, dass man vor allem bei VR bei JEDEM Spiel ein Demo zur Verfügung stellen sollte (Vor Allem, wenn es sich um einen 70€ Vollpreis-Titel, wie Robinson handelt).

Ich habe schwitzend und mühevoll das Spiel gespielt, habe auch meine erhofften Szenen erleben können, war aber in Summe unzufrieden. Klar…Das körperliche Befinden dämpft subjektiv natürlich den Spielspaß, aber was mich einfach sehr ärgert sind gewisse Designpatzer bzw. Entscheidungen seitens der Entwickler:

1.) Man kann sich mit dem rechten Stick des Dualshock Controllers nicht stufenlos drehen, sondern schwenkt in 10-Grad Schritten. – Das ist dermaßen hinderlich und nimmt einiges an Immersion, dass ich mir nicht ganz sicher bin, ob nicht dieswer Aspekt daran Schuld war, dass mir übel wurde.

2.) Der Protagonist verwendet im Spiel ein Werkzeug, das aussieht wie ein Move-Controller – und ratet mal… Ihr selobst könnt das Spiel NICHT mit Move-Controller spielen. – Dies wäre wesentlich immersiver, angenehmer und vor allem logischer gewesen.

3.) Ich kann nur Sachen nehmen/drücken/ziehen/greifen wenn ich es anvisiere. – Ja…auch hier wurde in Sachen VR vergessen ein geeignetes Erlebnis zu vermitteln. – Hier wurde einfach falsch entwschieden. Ich muss in der Realität auch nicht die Türschnalle fokusieren, nur um sie zu drücken. Hier werden Möglichkeiten ins Spiel gebracht, die unnötig sind.

robinson-the-journey-t-rex-02

Fazit

Nun…das Spiel, der Grundgedanke dahinter, ist nett, aber jedes Review wird, wenn wir uns ehrlich sind, subjektiv verfasst und in meinem Fall wechselte sich ein viel zu rätsellastiges Spiel mit Übelkeit und den Ärger über Designpatzer ab. – Übrig bleibt die Tatsache, dass ich niemanden raten kann das Spiel „blind“ zu kaufen. – Probespielen ist angesagt (was ohne Demo schwer wird) und 70€ für ein unsicheres Spielerlebnis sind eigentlich dreist. (5/10) mf

Related posts

One Thought to “Robinson The Journey Review”

  1. Markus

    Das wäre eines der Spiele für das ich mir PS VR zulegen würde. Die Dinos sind sicher cool (gerade für nen Dino Freak wie mich) aber für ein Erlebnis von ca 5 Stunden sind mir 70 Euro nicht wert. Abgesehen davon dass ich mir PS VR auch noch kaufen müsste. Mal abwarten wie sich das ganze entwickelt

Leave a Comment

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.