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Pokémon: Let’s Go Pikachu! – Switch Review

Fast 20 Jahre nachdem ich als kleines, pausbäckiges Mädchen während Schulpausen, Autofahrten und eigentlich sowieso in jeder freien Minute auf meinem Gameboy Color mit meinem Pikachu durch die Kanto Region streifte und davon träumt die Allerbeste zu sein, wie keiner vor mir war (der Ohrwurm geht aufs Haus!), hatte ich nun die Ehre das neue Pokémon: Let’s Go Pikachu! für den Nerdkeller auf Herz und Nieren zu testen.


Zurück wo alles begann!

Nachdem nun schon einige Jahre – und auch einige weitere Pokémon Versionen – durchs  Land gezogen sind, kehrten die EntwicklerInnen von Game Freak mit Let’s Go Pikachu! und Let’s Go Evoli! quasi wieder back to the roots und lassen mit den neuen Versionen die Story von Pokémon Gelb mit den ursprünglichen 151 Pokémon neu aufleben, sehr zur Freude meinerseits und wohl auch vieler anderer ehemaliger kleinen, präpubertären Freundinnnen und Freunden Pikachus. Ich persönlich habe die Pokémon Versionen, die nach Gelb gekommen sind, eher nur noch halbherzig gespielt, oder – wie ich zu meiner eigenen Schande gestehen muss – frühzeitig abgebrochen (viele viele neue Pokémon und Kampftypen kamen, mit denen mein faules Ich sich nicht auseinandersetzen wollte, und auch die neuen Storylines konnten nicht wirklich mein kaltes Herz erwärmen). Ganz anders lief es nun jedoch bei Let’s Go Pikachu!. Die Spielsucht (welche dazu führte, dass ich wohl in den letzten eineinhalb Wochen mehr den Bildschirm der Switch oder unseres Fernseher gesehen habe als Karim – aber ich bereue nichts!) packte mich als ich mich und meinen Charakter in „meinem“ Zimmer in Alabastia wiederfand und war spätestens dann voll ausgereift als ich mit Pikachu los ins große, bekannte Abenteuer startete. Die Story von Pokémon Gelb, und die damit verbundene Umgebung und die anderen Trainerinnen und Trainer, auf der Switch oder gar auf meinen Fernseher, anstatt in den klassischen 8bit, in neuem Gewand wieder zu sehen und dabei aber die altbekannte Musik zu hören und die selben höchst philosophischen Monologe der anderen Trainerinnen und Trainer zu lesen ließ mein nostalgisches Herz höher schlagen. Dieser Touch heißt jedoch nicht, dass die Pokémon:Let’s Go Versionen einfach nur Abklatsche von Altbekanntem sind. Die Macherinnen und Macher des neuen Pokémon Spiels ließen auch einige neue, wesentliche Schliffe und Facetten in das Spiel einfließen.

Eine dieser Neuerungen ist, dass man nun seine Pokémon zum einen nicht mehr wilden Pokémon gegenüberstellen muss, sondern diese wie in der Pokémon Go App mit gekonntem Zielen fangen kann, und zum anderen dadurch Erfahrungspunkte für sein Team sammeln kann. Hierbei kann man durch eine Fangserie oder durch das Fangen großer oder winziger Versionen der wilden Pokémon sogar mehr EP raushauen als beim Kämpfen gegen andere Trainerinnen und Trainer. So werden also nicht nur die eigenen Pokémon aufgelevelt, man verliert auch nicht die Nerven und möchte die Switch an die Wand knallen, wenn man dem 897. Zubat begegnet. Apropos dem 897. Zubat begegnen…  In LGP und LGE begegnet man wilden Pokémon nicht mehr blindlings, sondern sie scheinen gut sichtbar (wenn es nicht gerade ein Myrapla ist, das sich im Gras gut tarnt) im wilden Gras bzw. in Höhlen auf. Das sieht nicht nur schön aus, sondern man kann dadurch eben auch gut sehen welche Pokémon man fangen möchte und um welche man dann doch lieber einen Bogen macht.

Eine weitere Neuerung ist, dass man theoretisch zu zweit spielen kann. Hierbei liegt die Betonung auf theoretisch, denn Spieler 2 kann aktiv zwar helfen gegen Trainerinnen und Trainer zu kämpfen oder wilde Pokémon zu fangen, sonst hat er jedoch nicht recht viel zu melden. Besonders nervig  ist hierbei die Tatsache, dass der SP2 immer raus –und wieder reinteleportiert wird wenn man zum Beispiel von einem Trainer/einer Trainerin zum Kampf aufgefordert wird. Dennoch macht es insofern Spaß zu zweit zu spielen, da man zumindest so ein wenig am Spiel teilnehmen kann. Besonders glaube ich, dass man vor allem Kinder, wenn sie wieder quengeln, sehr gut als SP 2 „missbrauchen“ kann. J

Generell kann man Kinder jedoch das Spiel auch gut alleine spielen lassen, da die gegnerischen Trainerinnen und Trainer oft recht einfach zu besiegen sind. Mir waren sie, vor allem die ArenaleiterInnen, teilweise zu einfach, aber hierbei jammere ich vielleicht auf hohem Niveau und ich bin wirklich auf dem Weg die Allerbeste zu sein.

Zwei weitere Neuheiten, die ich leider noch nicht selbst testen konnte, aber auf die ich mich schon sehr freue sie selbst auszuprobieren, ist erstens, dass man seinen Pokémon Go Account mit dem Spiel verbinden kann, um so seine Pokémon aus der App in eine Art Safaripark im Spiel laden kann und man diese dann dort fangen und sie in sein Team aufnehmen kann. Dies erhöht natürlich die Chancen erheblich seinen Pokédex vervollständigen zu können. Die zweite Neuheit ist, dass man Pokémon am Fernsehen nicht nur mit dem Joycon fangen kann, sondern auch mit einem kleinen Pokéball. Hierbei ist Karim aufgefallen, der es ohne mich bereits ausprobiert hat, dass das zwar ein cooles Gimmick ist Pokémon damit zu fangen, die Steuerung mit dem Ball, der ja quasi den Controller ersetzt, recht schwierig und umständlich ist. Toll ist jedoch, dass in den Ball eines der eigenen Pokémon geladen werden kann und dieses mit sich mitnehmen lässt und dadurch EP sammelt. Ein weiteres nettes Feature des Balles ist, dass er ein Mew enthält, wodurch man quasi gleich ein legendäres Pokémon mitgeliefert bekommt.

Etwas, was mich teilweise störte ist, dass es teilweise zu längeren Ladezeiten kommt und ich mir dann anhand des schwarzen Bildschirms nicht sicher war, ob das Spiel nur lange zum Laden braucht, oder ich vor lauter Spielen den Akku der Switch komplett aufgebraucht habe.

Fazit

Alles in allem kann ich aber zu Pokémon: Let’s Go Pikachu! sagen, dass mich das Spiel durch die sorgfältige Neugestaltung von bereits Bekanntem verbunden mit den neuen Features genauso fesseln konnte wie es das Original vor 20 Jahren tat. Ich bin mir sicher, dass das Spiel nicht nur andere ehemalige 90’s Kids (von denen die meisten wahrscheinlich bereits ihre eigenen Kinder als Spieler 2 einsetzen werden) begeistert, sondern auch die heutige, doch anspruchsvolle Generation junger Zockerinnen und Zocker.

Das war es dann auch schon meinerseits und ich beende das Review hier um mich wieder den wichtigen Dingen im Leben zu widmen, wie damit mir unsere Switch zu schnappen und die Allerbeste zu werden, wie keiner vor mir war. (8,5/10) km

 

Hier haben wir noch den neuen Pokeball Plus Controller.

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