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Onimusha Warlords – Review PS4

Ich kann mich noch gut an den Release der PS2 erinnern. Viele heute noch Klassiker wurden in dieser Zeit auf den Markt geworfen und besonders denke ich hier an God of War oder auch Prince of Persia – Sands of Time. Doch es gab da noch einen Titel der mich optisch immer angesprochen hat, welchen ich dann aber doch nie gespielt habe. Onimusha! Die Cutscenes in den Trailern und auch die Schachtel hatten etwas an sich, dass mich irgendwie faszinierte, jedoch nicht genug um es zu kaufen. Mit der Zeit dachte ich nicht mehr daran, wobei Onimusha eine wirklich erfolgreiche Spiele-Serie wurde. Vor kurzem trudelte dann ein Review-Code für die PS4 beim Nerdkeller ein und ich dachte mir nur „Oh Gott jetzt darf ich mal wieder so nen Trash testen“. Ob sich meine Meinung dazu geändert hat, oder ob doch meine jugendliche Faszination zurückkehren konnte lest ihr in diesem Review!

Episch und doch irgendwie ein Witz!

Onimusha Warlords ist ein Remaster des ersten PS2 Titels. Das brachte mir die tolle Möglichkeit endlich mal in den Titel hineinzuschnuppern und es hat mich gleich gepackt! Wobei ich ehrlich sagen muss: Die Story versucht episch zu sein und dabei auch einen Spanungsbogen aufzubauen, jedoch sind die Charaktere so überzeichnet und die Dialoge so lächerlich, dass das alles irgendwie nicht zusammenpassen mag. Alles beginnt mit einer Schlacht, doch plötzlich sind wir bei einem Schloss und müssen die Prinzessin vor Dämonen retten! Dann kommt eine Random-Frau die uns hilft und wir machen uns auf die Suche. Dann bekommen wir einen Seelenhandschuh um die Dämonen tatsächlich bekämpfen zu können! Auf dem Weg trifft man immer wieder auf Dämonen oder auch Menschen die übles im Schilde führen, aber die sind nicht schwer zu durchschauen, da sie wie James Bond Bösewichte einfach ständig ihre Pläne erläutern. Doch ab dem Zeitpunkt wo ein Bösewicht in einer Leiche herumstocherte und sich über das Finden einer Leber freute (offenbar war ihm nicht klar, dass Menschen sowas in ihrem Bauch haben) konnte ich nicht mehr aufhören zu lachen.

Ist das nun ein Minuspunkt? Eigentlich nicht, aber wer sich ein Heldenepos aus dem feudalen Japan erwartet wird wohl enttäuscht werden.

Grafisch ist das Spiel nicht gut gealtert, jedoch wurde etwas an Texturen und auch Lichteffekten gearbeitet. Zum einen schaut das tatsächlich ganz gut aus, aber durch die extrem helle Beleuchtung fällt erst auf wie schlecht Gesichter und besonders Münder animiert sind. Etwas dunkler oder auch nebeliger hätte man das ganze machen sollen um diese Schwächen zu überspielen.

Doch was ist Onimusha eigentlich für ein Spiel? Es ist ein Action-RPG welches sich leicht an der Resident Evil Reihe orientiert. So müssen Rätsel gelöst (ob die in der Story oder der Situation Sinn machen spielt keine Rolle), Schlüssel gefunden (die liegen meistens einfach so in der Gegend rum) und Waffen aufgelevelt werden. Das ist alles ganz nett und das Kampfsystem ist für niemanden zu komplex. Wobei das Waffen wechseln mittels des R2-Triggers nur dann funktioniert, wenn dem Spiel danach ist. Weiters ist auch die Steuerung etwas verändert worden. Man kann entweder mit Panzersteuerung oder frei spielen, jedoch hat das Spiel einen massiven Schnitzer. Vorgerenderte Hintergründe! Die sehen zwar mehr oder weniger okay aus, aber ein quadratischer Hof wird dadurch einfach in 4 bis 7 verschiedene Blickwinkel zerstückelt. Damals war dies aufgrund von nichtvorhandener Rechenleistung nötig, doch heute wirkt das sehr verstörend. Besonders Bosskämpfe können so tatsächlich zu einer echten Herausforderung werden, wenn man die Orientierung verliert. Doch um ehrlich zu sein kann man keine komplette Veränderung des Leveldesigns erwarten, wenn man ein Remaster in Händen hält.

Was ich aber eigentlich schon erwartet hatte wäre ein besseres Speichersystem und Interface. Gespeichert kann nur bei magischen Spiegeln werden, was an sich in Ordnung ist, jedoch wäre es super gewesen das Spiel einfach an jedem Punkt beenden zu können. Also nicht immer Speichern zu können, aber zumindest immer ein und aussteigen zu können.

Das Interface ist auch nicht wirklich super, da etwa die Karte oder andere Items im Menü vergraben sind. Ist zwar super cool retro, aber auch nicht mehr. Schade!

Retro ist auch der Soundtrack, wobei angeblich einiges überarbeitet wurde. Dazu fehlt mir der Vergleich, aber schlecht klingen tuts nicht und die Kampfsounds sind so richtig mies alt, was toll ins Gesamtpaket passt.

Für mich persönlich ist es super, dass das Spiel nicht übermäßig komplex ist. Weder die Rätsel, noch das Kampfsystem oder die Story. Das alles führt dazu, dass man das Spiel in gut 6 Stunden beenden kann.


Fazit

Onimusha Warlords ist nichts Neues und das will es auch nicht sein. Wenn man den Titel nicht kennt oder ihn nochmals in 16:9 erleben möchte macht man hier mit €19,99.- echt nichts falsch! Solltet ihr nach einem witzigen Spiel, das euch nicht zu sehr fordert, suchen dann werdet ihr hier fündig. Wer aber ein volles Remake oder einen neuen Titel der Onimusha-Serie muss sich wohl noch gedulden. (7/10) kbm

Danke an Play Art Multimedia für das Bereitstellen eines Testmusters!

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