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Okami HD Review

Obwohl Okami erst 11 Jahre alt ist zählt es schon seit Jahren als moderner Klassiker. Ursprünglich wurde das Abenteuer von den Clover Studios gemeinsam mit Capcom herausgebracht. Es erschienen aber nach dem PS2 Original noch mehrere Neuauflagen. Für Wii wurde es 2008 von Ready At Dawn geportet (die meisten kennen diesen Entwickler sicher dank The Order 1886). Seit dem 31. Oktober 2012 ist sogar eine HD Neuauflage im PSN auf der Playstation 3 erhältlich. Dieses Remake wurde sogar in Japan sogar als Disk released. Im Jahr 2010 erschien ein zweiter Teil auf dem Nintendo DS. Okamiden, welches genauso schön und interessant ist, wie das Original. Jetzt im Dezember 2017 erscheint Okami HD auch für die aktuelle Konsolen Generation. Ob das erneute Aufwärmen des Abenteuers mit Amaterasu erneut überzeugen kann? Das beantwortet euch unser Review zu Okami HD.



Ein Gott der aussieht wie ein Wolf und mit einem Pinsel zeichnen kann

Den meisten dürfte Okami ein Begriff sein und der ein oder andere unter euch hat es sicher auch schon gespielt. Egal ob auf PS2,Wii oder als HD Remastered auf der PS3. Wer es noch nicht gespielt hat, der sollte sich ein bisschen schämen!
Die Geschichte rund um Okami orientiert sich sehr stark an der japanischen Mythologie.
Wir schlüpfen in die Rolle von Amaterasu, der Wiedergeburt des weißen Wolfes Shiranui. Seine Aufgabe war seit jeher der Kampf gegen den achtköpfigen Drachen Orochi. Er wurde zwar vor 100 Jahren schon einmal in die Schranken gewiesen, aber jetzt ist er wieder da. Er bringt eine Dunkelheit über das Land Nippon in dem das Abenteuer spielt. Doch wir sind nicht ganz alleine! Wir haben einen Begleiter: Issun der dem kleinen Völkchen der Korokopel angehört. Diese kleinen Wesen werden oft mit Läusen oder Flöhen verwechselt. Gemeinsam erkunden wir das Land von Nippon und versuchen das Gleichgewicht wiederherzustellen. Im Laufe des Spieles lernen wir neben vielen Bewohnern von Nippon auch neue Fertigkeiten kennen.

Gameplay

Das Gameplay von Okami orientiert sich sehr stark an klassischen JRPGs. Unser Rucksack zeigt uns die aktuellen Aufgaben an und wir können darin Items aufbewahren die wir im Spielverlauf gefunden haben. Für jede erfüllte Haupt- und Nebenmission bekommen wir Glück. Das können wir dann in unsere Fähigkeiten investieren um sie immer weiter zu verbessern. Der Skillbaum ist jedoch etwas abgespeckt. Das Kampfsystem ist sehr actionlastig und auf den Tasten liegen verschiedene Angriffe. Die Kamerasteuerung in Okami war schon zu PS2 Zeiten einfach top und präzise; daran hat sich nichts verändert, was ich sehr löblich finde. Doch was macht Okami jetzt so besonders? Das ist leicht zu beantworten. Der göttliche Pinsel! Amaterasu erlernt im Spielverlauf die 13 göttlichen Pinseltechniken. Mit diesen können wir Rätsel lösen oder stärkere Attacken ausführen.
Mit Druck auf R1 aktivieren wir den Zeichenmodus, das pausiert das Spiel kurze Zeit was sehr angenehm ist. Wenn wir dann Viereck gedrückt halten, können wir mit dem Linken Analogstick Pinselstriche machen. Das war schon zu PS2 Zeiten anfangs nicht so leicht aber mit der Zeit bekommt man Übung darin. Was ich schade finde ist, dass das Touchpad des PS4 Controllers nicht wirklich zum Einsatz kommt. Denn wir starten das Spiel mit Druck auf dieses und mehr kann es dann auch wieder nicht. Es hätte einfach gut gepasst die Option zu haben den Pinsel über das Touchpad zu nutzen. Oder bei vorhandener PS Camera wäre es auch toll gewesen zu zeichnen indem man den Controller schwingt. Doch beides sind nur Wünsche.

Der Schwierigkeitsgrad von Okami ist nicht zu hoch und Frust kommt nicht sehr oft auf. Anfangs sind die Feinde die wir bekämpfen auch nicht wirklich stark, aber im Verlauf des Abenteuers zieht der Schwierigkeitsgrad dann etwas an. Das tolle Kampfsystem wechselt sich mit Passagen ab, die die Geschichte weiter voran treiben. Dies zeigt, dass es dadurch aber manchmal künstlich in die Länge gezogen wird. Das wirkt sich auf die Spieldauer aus: bis zu 50 Stunden kann man sich in der Welt von Nippon aufhalten und das auch nach dem wir Orochi besiegt haben.

Ja; in Okami steckt auch etwas von Zelda. Da muss ich in erster Linie immer an die Sprachausgabe denken. Die ist eben einfach nicht vorhanden. Die Charaktere unterhalten sich mit Pipsstimmen und Gebrabbel das keiner versteht. Das bedeutet lesen ist angesagt. Das wäre nicht so schlimm, wenn sich nicht hie und da ein paar Übersetzungsfehler eingeschlichen hätten, die schon zu PS2-Zeiten da gewesen sind.

Leider haben sich noch andere Fehler bis heute gehalten: Ab und zu kann es passieren, dass man durch Mauern glitched, Texturen zu spät laden oder manchmal poppen diese einfach auf.



Egal ob Striche, Kreise, ja sogar Bomben! Übung macht den Meister!

 

Technik

Durch den grandiosen Cel-Shading-Grafikstyle sah Okami schon zu PS2 Zeiten einfach nur atemberaubend aus und das hat sich bis heute nicht verändert. Detailreich, farbenfroh und scharf war es schon immer und das ist eine der größten Stärken des Spiels. Es wurde zwar im Vergleich zum Original einiges an der Grafik verbessert aber die Entwickler mussten da echt nicht viel ausbessern, weil es ja schon im PS2 Teil einfach nur super aussah. Eine weitere Stärke von Okami ist die liebevoll gestaltete Landschaft von Nippon und die sehr glaubhaften Einwohner. Die Musik im Spiel war auch schon im Originalrelease grandios und zieht einen perfekt in seinen Bann. Alles zusammen führt dazu, dass man kann sich echt in Nippon verlieren kann.


Fazit

Capcom hat es geschafft das Abenteuer von Amaterasu fast perfekt auf die neuen Konsolen zu bringen.
Also ist Okami heute noch gut? Die Antwort ist leicht: Ja. Es haben sich zwar leichte Kinderkrankheiten eingeschlichen, die schon im Original vorhanden waren, aber das drückt den Spaß den ich dabei hatte in keinster Weise. Es sieht heute besser aus denn je und spielt sich auch so. Also jeder der noch nie die Welt von Nippon besucht hat, sollte es sich sofort holen! Sonst ist es nicht notwendig, es sei denn man will sich erneut in der zauberhaften Welt von Okami verlieren. Capcom hat für Sammler auch etwas Tolles am Start! Es erscheint nämlich auch auf Disk. Umgerechnet 20 Euro muss man für die Version hinlegen. Das finde ich echt toll für den Preis. Danke Capcom, dass ihr es uns im Westen auch ermöglicht das Abenteuer wieder physisch zu erwerben.  Das beste ist aber, dass auch Xbox One und PC Besitzer nun in den Genuss dieses Meisterwerkes kommen dürfen. Jetzt hab ich aber noch eine Bitte: macht das Gleiche noch mit der Onimusha-Reihe oder anderen liebgewonnen Capcom Titeln der guten alten Zeit. (8/10) cs

Hier seht ihr noch den Launch Trailer von Okami HD:

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