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Review 

Need for Speed (PC) Review

Mit ´Need for Speed´ und mir ist es wie in einer Standartbeziehung. Es gibt Ups and Downs, wird manchmal wütend oder wird positiv überrascht. – Meine Leidenschaft zu der Racing-Serie begann bereits mit dem ersten Teil. – Die erste herbe Enttäuschung folge bereits mit dem zweiten Teil, der in so ziemlich allen Belangen schlechter war, als sein Voränger. Das absolute Gegentail stellt der dritte Teil dar, der einfach genial war. – Solche groben Unterschiede in der Beliebtheit meinerseits wurde über Underground, Most Wanted, bis hin zum aktuellsten Ableger durchzogen. – Ob der aktuellste Teil der Serie wieder ein Part ist, der mir positiv in Erinnerung bleiben wird, klärt unser Review.


author martinFederleichter Bleifuß

Gleich vorweg: Need for Speed (Ja so heisst der Titel wirklich – Keine Untertitel, Serienzahl, usw.) ist ein reinrassiger “Underground”-Ableger. Warum sich Electronic Arts gegen “Underground 3″ entschieden hat bei der Namensgebung, irritiert mich nicht nur, sondern lässt mich an der Kompetenz der Marketingabteilung bei EA zweifeln. – Immerhin waren die Tuningteile, die an ´Fast and the Furiouse” erinnerten, mitunter die erfolgreichsten Spröße dieser Rennserie.

Aber egal- Name hin, Name her, was bleibt ist das Spiel und dem sehe ich mit einem lachenden und einem weindenden Auge hinterher. – Ich hatte stundenlang tolle Rennerlebnisse, detaillierte Tuningpassagen, die mich ebefalls Stunden in der virtuellen Garage verbringen ließen und war angetan von der tollen Aufmachung. Ja, ich mag den neuen Need for Speed teil. – Und dennoch- oder gerade deshalb, ärgern mich ein paar “Kleinigkeiten” so dermaßen, dass ich am Liebsten eine Kaufempfehlung verweigern würde. – Fast!

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Die Frostbite-Engine weiss zu überzeugen

Gleich zu Beginn des Spiels wird man in die Racingwelt eingeführt, die in toll inszenierten Videosequenzen präsentiert wird. – Nicht nur, dass endlich wieder Echtschauspieler das Geschehen untermalen, sondern auch der Kniff, dass in jene Echtwelt Automodelle aus dem Spiel mittels Polygonmodellen integriert werden, lässt die Immersion gleich von Anfang an sehr groß erscheinen. – Es ist einfach cool, wenn ihr eine Zwischensequenz seht und darin euer modifizierter Wagen auftaucht und mit der Echtwelt durch richtige Beleuchtungseffekte und Unschärfen, glaubhaft intergriert wird.

Natürlich kommt es dazu, dass ihr euch einer Racingcrew anschließt und von nun an Rennen in der großen Open-World Stadt bestreitet. – Euer erstes Auto ist nicht nur günstig, sondern auch eine lame Gurke. – Zwar zeigt der Tacho schnell mal die 200 km/h an, ein richtiges Geschwindigkeitsgefühl kommt aber nicht auf. – Auch sind die ersten Rennen eher mau und motivieren gar nicht, da sie nur innerhalb der Crewmitglieder aus reinster Langeweile, abgehalten werden.

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Der Traum aller Tuningfans ist die Arbeit in der Garage

Erst wenn man genug Bargeld verdient hat und das erste Tuning abgeschlossen wurde, scheint das Balancing bezüglich Geschwindigkeit und Tachoanzeige zu stimmen. – Ein neuer Krümmer hier, ein neuer Motorblock dort, Feinabstimmung und Balance, neue Reifen, Auspuff- und NOS-Anlagen – das typische Tuner-ABC wird hier (mal wieder) durchgearbeitet. – Und obwohl man das schon kennt, macht es einfach irre viel Spaß am eigenen Wagen zu arbeiten.

Wo viel Licht, da viel Lenseflair

Kommen wir aber mal wieder zu den Schattenseiten. – Wie gesagt. Need for Speed ist ein solides Machwerk, das vor allem Racing-Fans schnell in seinen Bann ziehen wird. – ABER: Warum zum Henker bekommt ein Titel einen Onlinezwang auf Konsolen?!- Ja wir Konsolenspieler sind verwöhnt – Im PC-Lager ist es ja mittlerweile schon Gang und Gebe, dass man online sein muss, auch wenn man nur im Singleplayermodus zocken möchte. – Genau so handhabt das Need for Speed. – Zwar wird darauf auf der Verpackung hingewiesen und ansich wäre es ja kein Problem, da man in der Regel ohnehin online ist, allerdings hört sich bei mir der Spaß auf, wenn man kurz vor dem Zieleinlauf eine “Server nich verfügbar”-Meldung erhält und das Rennen verliert bzw. laut letztem Speicherpunkt niemals begonnen hat. – Zugegeben. Ich hatte jenes Ärgernis gerade zwei mal von ca. 40 Sessions, allerdings darf so etwas einfach nicht passieren. – EA rechtfertigt diese Tatsache damit, dass auch im Offlinemodus , andere Spieler in der City herumcruisen und hrausgefordert werden können, jedoch wird es wohl nicht nur mir so gehen, wenn ich sage, dass ich dieses tolle Feature gar nicht brauche/haben will.

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Die Charaktere in und ausserhalb der Crew sind interessant und teilweise schräg

Nächster Nachteil: Es gibt keinen Pausebutton. Klar..Man kann den Menüknopf oder Select drücken, auf die Map, ins Haupmenü oder in sonstige Modi wechseln per Tastendruck- Dass das Spielgeschehen dabei aber unvermindert im Hintergrund weiter läuft ist fatal. – Seid also niemals so naiv wie ich und kommt auf die Idee ein Rennen mittels Druck auf die Starttaste zu pausieren. – Pinkelpausen sind was für Bremser! – Aber mal ernsthaft. Die “Pause” sollte einfach intergriert sein. – Das ist vor allem bei längernen Rennen fatal, wenn sich mal die Blase, die Frau oder der Sohn meldet.

Ebenfalls nicht durchdacht sind die Verfolgungsjagden mit der Polizei. Ansich laufen jene spannend ab. Die Cops agieren intelligent, das alt bekannte Gummiband, das die Hüter des Gesetzes auf magische Weise immer wieder an der hinternen Stoßstange kleben hat lassen, gehört der Vergangenheit an und auch das interagieren zwischen den Einheiten wirkt glaubhaft. – Wo ist also das Problem? – Hat man die Aufmerksamkeit eines Polizisten erregt, wird genau, wie eine Sekunde nach der Verfolgungsjagdt ein “Lensflaireffekt” über den gesamten Bildschirm gelegt, der für ca. 1 1/2 Sekunden den Blick auf die Straße versperrt. – Sehr sinnvoll bei einem Racing-Game.

PC sei dank

Die PC Version war schon im Vorfeld für den 4k Modus bekannt. – Dazu kommen aber noch ein paar Features. – Es gibt keinen Framelock, was bedeutet, dass Need for Speed mit theoretisch 120fps und mehr laufen kann.- Weiters hat Need for Speed eine offizielle Lenkradunterstützung inkl. manueller Gangschaltung, was dem Titel in Sachen Immersion noch einen Schritt näher an eine bessere Wertung führt.

 

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Hier ein direkter Screenshot der 4K Auflösung

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Fazit

Need for Speed hat Potential. Streicht man beim Nachfolger den Online-Zwang, die Lensflaireffekte und intergriert eine Pausefunktion, wäre das Spiel bestimmt die eine oder andere Runde mehr wert. – Was jedoch jetzt bleibt ist ein Titel, der hübsch aussieht, sich manchmal richtig anfühlt und für Autoliebhaber und Tuner eine Menge Abwechslung bietet. – Die immerwärende Nacht in der Stadt mag zwar anfangs nervig bzw. unrealisitisch erscheinen, passt aber im Grunde schon zur Stimmung bzw. Setting. – Mich hat es immer gestört bei “Most Wanted” die toll beleuchteten Autos unter Tags über die Landstraße zu scheuchen. – Rennspeilfans wagen einen Blick, alle anderen versuchen lieber die eine oder andere Extrarunde mit “Need for Speed”. (7/10) mf – PC Wertung (8.5/10) mf

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