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Moss Review – PS VR

Das PS VR ist das bisher erfolgreichste VR-Gamingsystem, wenn man von den Handysystemen absieht. Jedoch hat es bisher nie ein wahres Must-Have auf dem System gegeben. Zwar gibt es mittlerweile über 100 Titel welche man mit dem VR erleben kann, aber nur wenige schaffen es dann tatsächlich in Erinnerung zu bleiben. Polyarc, ein Studio welches von ehemaligen Bungie-Mitarbeitern gegründet wurde, hatte es sich zur Aufgabe gemacht die zu ändern! Ob ihnen das mit Moss gelungen ist, werden euch die nächsten Zeilen näherbringen.


Moss ist wohl wahrlich einer der am heißesten erwarteten Titel für das PS VR gewesen. Auf der E3 konnte es viele Journalisten überzeugen, und es hat schon vorab einiges an Preisen abgreifen können. Eines gleich vorweg: Das Lob war gerechtfertigt!

Die Handlung von Moss dreht sich mehr oder weniger um die Bewohner des Waldes die erneut von einer bösen Macht angegriffen werden. Nur ein auserwählter Held kann, mit Hilfe eines Lesers, die Welt wieder ins Gleichgewicht bringen. Aber es gibt keinen Helden. Nur die kleine, neugierige Mausdame Quill. Sie stößt durch Zufall auf ein Geistwesen, welches ihr von nun an zur Seite steht. Dieser doch wahrlich komische Umstand wird von Quill sofort kommentarlos akzeptiert.

Was hat das nun mit dem Spieler zu tun? Der Spieler ist der Leser. Aber er ist auch Quill! Man spielt in Moss nun also zwei Rollen. Quill wird aus der dritten Perspektive mittels des Dualshock 4 gesteuert. Der Spieler, der in Reflexionen als interessantes Geistwesen erkennbar ist, kann mit den Dualshock zusätzlich die Umgebung manipulieren, um so Wege für Quill freizumachen, oder Gegner zu hypnotisieren.

Das Spiel wird dabei im sitzen gespielt, so als ob man ein Buch lesen würde (die Kapitel haben sogar sehr schöne Überleitungen in Form eines Buches). Die Level selbst sind wie 3D Modelle gestaltet. Diese können zwar nicht gedreht werden, aber man kann, sofern man sich von seinem Sessel erhebt, seinen Kopf hineinstecken und so die Welt von Quill genauer unter die Lupe nehmen. Neben dem Detailreichtum gibt es auch einiges an Geheimnissen und Collectibles zu entdecken.

Doch neben Plattformen und Rätseln gilt es auch zu kämpfen. Und das kann schnell mal hektisch werden, wenn man gleichzeitig Quill steuern, deren Gegner hypnotisieren und Plattformen bewegen muss. Doch nichts daran ist nicht zu meistern.

Bei all dem Kämpfen kann es aber doch auch mal passieren, dass man scheitert. Hier sind die echt langen Ladezeiten frustrierend, besonders wenn man bedenkt wie klein diese abgesteckten Levels eigentlich sind. Wir haben das Spiel auf einer normalen PS4 getestet, also kann es durchaus sein, dass dies auf der PS4 Pro etwas anders ist.

Doch nicht nur das klirren der Waffen, oder das Rasseln der Maschinen ist in Moss großartig in Sound gesetzt. Auch die Musik gibt dem ganzen einen stimmigen Touch, sodass man wirklich das Gefühl hat mitten in einem Märchen zu sein.

Die Geschichte rund um Quill ist zwar nicht sonderlich komplex, aber es ist eine nette und besonders kurze. Eigentlich bin ich ein großer Fan kurzer Handlungen, weil das Leben nicht ewig dauert und es soviel zu spielen gibt, aber bei Moss hatte ich das Bedürfnis noch mehr erleben zu wollen. Vielleicht ist es aber auch tatsächlich am besten dann aufzuhören, wenn es am meisten Spaß macht.

 

Fazit

Moss ist ein kurzer, aber unglaublich charmant in Szene gesetzter, VR Spaß. Für Besitzer des PS VR führt in meinen Augen eigentlich kein Weg an diesem Titel vorbei. Um 29,99€ ist es auch wirklich ein Schnäppchen. Lasst euch also von der Welt von Moss verzaubern und begleitet Quill auf ihrem Abenteuer! (8/10) kbm

Moss ist ein kurzer, aber unglaublich charmant in Szene gesetzter, VR Spaß

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