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Metroid Samus Returns Review

Wer testet Metroid Samsus Returns für den 3DS? Clemens, Michi, Karim, Eva, Lydia ? Nein. Der wohl unfähigste und zeitgleich geringste Fan der Franchise, nämlich ich, Martin himselfe, hat sich das Testmuster gekrallt. – Warum? Weil so:


Metroid, i wanna love u

Meine Geschichte mit Metroid ist so alt wie die Serie selbst. Schon auf dem NES wollte ich diesen seltsamen “Mega Man Klon” spielen und mögen. – Da es sich hierbei aber um alles andere als einen Klon von Capcom´s Platformer handelt, war wohl auch der Grund warum ich diesen Titel dann doch nicht so gern hatte, wie vermutet. – Die einzige Ähnlichkeit war, dass der Titelheld in beiden Spielen eine Waffe an Stelle eines zweiten Arms hat.
Auch auf dem Game Boy (wo Metroid Samus Returns ursprünglich erschienen ist) wollte ich Metroid eine Chance geben. Alleine schon deshalb, weil die großen, schönene Sprites so beeindruckend zur damaligen Zeit waren, dass ich mich schon fast gezwungen habe, das Spiel zu lieben. – Hat aber leider nicht funktioniert.

So oder Ähnlich verlief das Ganze dann auch noch beim SNES, GBA, Gamecube- Ablegern bis dann endlich Metroid Prime Hunters für den Nintendo DS meine Liebe zu Samus und deren Welt entfachen konnte. – Ich liebte dieses Spiel. Es war weniger umfangreich als die Gamecube Vorgänger, es war pixeliger als Crash Bandicoot´s Pixelhintern und es war eher für den Multiplayer ausgelegt. Eigentlich lauter Tatsachen, die gegen eine Liebesbeziehung zu diesem Titel sprechen würden. – Dennoch: Es hat gefunkt. – Und das ist wohl auch der Grund warum ich dann nach weiteren Fehlvesuchen (Metroid Other M, Metroid Primie Trilogy, usw.) endlich wieder das Gefühl haben wollte, dass diese überaus atraktive Weltraum Lady und ich doch zusammen passen.

Reunion

Samus und ich pflegen also eine Art kleine Hassliebe. Ich will sie ständig im blauen Latex sehen und sie will dass von mir das Genre geschätzt wird. Lieblicherweise hat sich ja in der Popkultur der Name “Metroidvania” als Genre durchgesetzt. – Ein Genre, welches, wie ich es so gerne bezeichne, fürchterlich ist. Eigentlich. – Denn wärend ich persönlich mit der zweidimensionalen Darstellung einer offenen Welt im Labyrinthstil absolut überfordert, ist es wohl der Abenteuerdrang, der bei vielen anderen Leuten das Fanherz höher schlagen lässt. Und das gelingt beim neuestne Ableger für den 3DS wahrscheinlich mindestens genau so gut, wie bei den beliebten Vorgängern. Denn ich ärgere mich immer noch genau so viel, wenn ich endlich weider neue Pfade gefunden habe und dann dennoch “grundlos” vor verschlossenen Türen ende.

Hier hapert es mir wohl an Logik und spätestens nach der fünften Sackgasse hätte ich Clemens das Testmuster umhängen sollen…
Nach etwa 10 – 15 Stunden hab ich meine milliardste Abzweigung passiert, die fünf millionste verschlossene Tür dann doch öffnen können und (für meinen Geschmack) viel zu wenige Gegener erlegt. – Zugegeben: Die Aufmachung ist enorm gut gelungen und war wohl auch einer der Hauptgründe, warum ich so viel Zeit mit dem Spiel verbracht habe. – Der 3D Effekt ist enorm gut gelungen und die Charaktermodelle und Umgebungen zählen zu den besten Grafiken, die der 3DS je darstellen durfte.

Frischer Wind in der nassen Alienhöhle

Ein stimmungsvolles Intro fasst alle Ereignisse des ersten Metroid Spiels in einem Rückblick zusammen, so dass auch Einsteiger ohne Kenntnisse sämtliche Informationen erhalten. Aber wer aufmerksam erkundet, wird weitere Facetten der Story und viele kleine Zusätze finden, die es so nicht auf dem GameBoy gab – welche technisch so gar nicht machbar gewesen wären.

Zum Beispiel hatte man damals nicht diese Vielzahl an Waffen, das Leveldesign war nicht so verschachtelt (was ja wohl für Fans ideal sein dürfte), es gab keine Map (ja das war damals somit noch etwas fürchterlicher) und auch keine zusätzliche Energie namens Aieon, die Samus verbraucht, um zum Beispiel den Scan der Umgebung einzusetzen. Ein weiterer Punkt, der mir als Metroid Hass/Liebe-Mensch sehr entgegen kommt.

Immerhin erhält man so etwas mehr Übersicht. – Ebenfalls neu ist natürlich der Einsatz der Amiibos. Jene schalten nicht nur Bonusgalerien und -spielhilfen frei, sondern auch einen zusätzlichen Schwierigkeitsgrad namens Fusion-Mode. Dieser ist nochmal fordernder als der schwierige Modus und ist für kalte Wintertage für Masochisten geeignet, da jener noch eine ganze Ecke kniffliger ist, als der ohne schwerst Schwierigkeitsgrad.

Fazit

Ach Samus. Du bist zurück gekommen und dennoch kann ich dich nicht mit offenen Armen empfangen. – Das liegt aber nicht nur daran, dass du nicht nur den Zero-Suit trägst und so meine gierigen Augen hättest stillen können, sondern daran, dass mir dieses Genre nicht liegt. – Dass ich aber damit 15 Stunden verbracht habe und die Designraffinessen immer wieder erkennen konnte, ohne lange danach suchen zu müssen, zeigt für mich, dass Fans des Genres auf jeden Fall zugreifen müssen. Für mich wäre das Spiel wohl eine 6/10 – Objetkiv betrachtet haben wir hier aber eine tolls Metroid von Fans für Fans, denn hinter der Entwicklung stecken Mercury Steam und Team Ninja, welche schon mehrfach bewiesen haben, dass sie Spiele aus Freude zur Sache mit viel Liebe zum Detail entwickeln können. – Dies ist wieder gelungen! Toll! (8.5/10) mf

Metroid Samsus Returns Amiibos
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