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MediEvil Review

Halloween ist nun rum und wir wandern langsam aber doch auf Weihnachten zu. Passenderweise wurde vor kurzem Medievil als Remake (also quasi komplett neu) für die aktuelle Konsolengeneration wiederbelebt. Ob der Titel hält was er verspricht, oder ob er, wie sein Hauptcharakter, eher ein wackeliger Knochenhaufen ist, werde ich in den nächsten Zeilen erläutern.


Zurück von den toten Gefilden einer längst vergessenen Konsolengeneration

Auf der PS1 wird Medievil als ein der Klassiker schlecht hin gesehen. Zum einen waren die 3D Umgebungen damals tatsächlich beeindruckend, zum anderen hat man wirklich viel Inhalt und auch Humor in diesem Paket gefunden. Doch wie schaut das ganze im Jahr 2019 aus? Kann es einen mitreißen? Ja irgendwie schon.

Die Story ist witzig, ein wenig morbid und gemeinsam mit den tollen Charaktermodellen und dem Styling des Spiels bekommt man an dieser Front ein tolles Paket. Ich selbst kannte den Titel davor nicht und es war eine Freude Sir Dan bei seinem Abenteuer gegen Untote und Magier begleiten zu dürfen.

Doch leider war der Weg nicht nur für Sir Dan beschwerlich. So gut das Spiel aussieht so sehr kämpft man über weite Strecken mit der Kamera. Nicht nur, weil diese sich in manchen Abschnitten nicht gut positionieren lässt, sondern auch, weil man in hektischen Kämpfen schnell mal den Überblick verliert. Damit könnte man vielleicht noch leben, aber eben in Kombination mit den (zumindest für mich) total chaotischen Kämpfen und der Tatsache, dass es keine Checkpoints gibt war ich einige Male davor den Controller in den Fernseher zu werfen.

Besonders die Kämpfe sind wirklich nicht das gelbe vom Ei. Ich konnte auf meinem Abenteuer wirklich keinen sinnvollen, konstruktiven Weg finden Kämpfe zu gestalten. Im Laufe der Zeit habe ich dann begonnen zu versuchen mir Gegner so gut wie möglich vom Leib zu halten (durch Fernkampfwaffen, oder weite Schwertschwünge) aber irgendwie hat sich das nie wirklich zufriedenstellend angefühlt.

Auch damit denke ich hätte ich leben können, aber die Kirsche obendrauf ist einfach das Speichersystem. Oder besser: Das Fehlen eines Speichersystems. Mir ist klar, dass zu PS1 Zeiten Speichern kompliziert war. Darum gabs nur fixe Punkte und teilweise konnte man nur nach Levels speichern. So auch hier. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass Levels, mit meiner Spielweise (vielleicht geht es auch schneller), in etwa 30-45 Minuten lang dauern ist jeder Tod eine Katastrophe. Und diese kommen meist bei den Bosskämpfen.

Ich kann es durchaus wertschätzen, dass man ein schweres Spiel mag (Dark Souls) oder dass man die Nostalgie erhalten möchte (Shadow of the Colossus Remake), aber das hier ist eine Beleidigung für die Spieler. Zumindest hätte man ja die Möglichkeit schaffen können ein modernes Speichersystem am Beginn des Spiels zu wählen (quasi Retro oder Modern). Am Ende aber muss man sich in manchen Abschnitten tatsächlich durch das Spiel durchquälen.


Fazit

Ich hatte meine Ups und Downs mit Medievil. Am Ende muss ich aber sagen, dass mich vorallem die witzigen Dialoge und die Story dazu getrieben haben nicht aufzugeben. Das Gameplay und die Mechaniken des Spiels selbst waren dabei sicherlich nicht förderlich. Zur Grafik habe ich wenig gesagt, weil das in meinen Augen nicht nötig ist: Es sieht toll aus! Es hat Charme und Flair, was auch geholfen hat mich weiter an den Fernseher zu fesseln. Zum Schluss finde ich zählt auch der Preis. Aktuell bekommt man das Spiel um zirka 30€ und das ist tatsächlich sehr fair! Wenn ihr ne lustige Story etwas mehr Frustration in eurem Leben braucht dann schlagt definitiv zu. (6/10) kbm

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