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Fire Emblem Three Houses – Review (Switch)

Ich bin weder großer Rundentaktiker, noch großer Fire Emblem Fan. Fire Emblem Three Houses könnte das aber ändern. – Mal sehen, wie ich am Ende des Reviews zu dieser durchwegs erfolgreichen Nintendo Franchise stehe.

Kurzweiliger Spaß adé ?

Über 200 Stunden Spielzeit werden vom Entwicklerteam versprochen, wenn man die Story von Three Houses aus allen Perspektiven erleben möchte. – Für mich als “Unterwegs-“Spieler, der hauptsächlich beim Pendeln im Zug zockt, würde das bedeuten, ich würde etwas über zwei Monate benötigen, um alles gesehen/erlebt zu haben. – Nicht gerade die kurzweilige Unterhaltung für Handheld Spieler an der Bushaltestelle, oder?

Die Hubwelt ist ziemlich umfangreich und lädt zum Erkunden ein

Unterm Strich habe ich dann ca. 30 Stunden benötigt, war gut unterhalten, konnte die Taktikkämpfe immer schön pausieren und ohne großes Überlegen weier führen. – Zwar habe ich nicht alle Storystränge beenden können, der Abspann war sehr lange und nicht gänzlich verständlich, aber ich, als eben nicht Fire Emblem Fan, war froh, dem Titel eine Chance gegeben zu haben.

Hogwarts nur anders

Zwischen den Schlachten, könnt Ihr Euch frei in der Hubwelt eines Militär-Internats, mit eben den drei namensgebenden Häusern, bewegen. Dort könnt ihr Missionen annehmen, Gespräche führen oder einfach dem Schulalltag beiwohnen. – Die kleinen Quests in der Akademie bestehen aber meist nur aus dem Annehmen der Aufgaben und dem Führen von Gesprächen mit den Zielpersonen. – So streift ihr wichtige Ressourcen und/oder Gold ein, um Euch damit auf die nächsten Schlachten vorzubereiten.
Weiters kann man die Beziehungen zwischen Schülern verbessern, selbst als Lehrer agieren, den Lehrer-Level steigern Gegenstände/Waffen finden und verstärken. – Leider wirkt das alles wie ein etwas aufgesetztes, spielstreckendes Unterfangen.

Die Architektur erinnert an die eine oder andere berühmte Zauberschule

Das ist schade, denn man verbringt zwischen den 21 Taktik-Kapiteln sehr viel Zeit in den Schulräumen. Allerdings muss man nicht jeden der freien Sonntage mit der Erkundung der Klosterräume verbringen. So können auch Entwicklungs-Seminare abgehalten oder optionale Nebenmissionen bestritten werden, welche die eigenen Helden in ihrer Entwicklung entscheidend befördern sowie Gold oder Ressourcen in die Kloster-Kasse spülen.

Wochenunterricht und Co.

Ebenfalls sehr relevant ist der Wochen-Unterricht, bei dem die Talente der Helden mit verschiedenen Waffen-Klassen, Rüstung, Magie und Führungslevel gestärkt werden können. Per Einzelunterricht, generellen Zielsetzungen und wöchentlichen Gruppenarbeiten können hier auf diese Weise schon früh gezielt bestimmte Fertigkeiten geschliffen werden, um Charaktere auf ihre späteren Aufgabenbereiche vorzubereiten.

Die Kämpfe sind klassich wie eh und je zu bestreiten

Es gibt bei Three Houses vier Klassen-Steigerungen über Primar-, Mittel-, Ober- und Ultimastufe, die mit höherem Rang auch immer stärkere Sekundär- und Tertiärfähigkeiten erfordern. So müssen Festungsritter später nicht nur Rüstungs- und Axtfähigkeiten beherrschen, sondern auch Reiten können und im Glauben gefestigt sein, um etwa zum Heiligen Ritter in der Ultimastufe aufsteigen zu können. Natürlich hat jede Figur eigene Stärken und Schwächen in bestimmten Bereichen, die zum Teil aber überwunden werden müssen, um ihnen wirklich alle Potentiale zu entlocken

Jeder Klassenaufstieg ermöglich dabei immer Wertesteigerungen und oft auch neue aktive oder passive Fähigkeiten, die genau wie Zauber, Waffen, Tränke oder Schilde im etwas zu verschachtelten Übersichtsmenü auf die Charaktere verteilt werden können. Zudem ermöglichen auch Rangaufstiege in den Waffentalenten deutlich spürbare Verbesserungen der Grundfähigkeiten mit den einzelnen Äxten, Schwertern, Lanzen, Bögen und Co. Somit ist die Planung des Trainings, die frühe Ausrichtung der Helden auf ihre späteren Aufgaben und die differenzierte Spezialisierung der Kämpferriege ein elementarer Baustein für den Erfolg auf dem Schlachtfeld.

In der Akademie könnt ihr Euer soziales Umfeld aufpolieren

FAZIT

Fire Emblem- und Taktik- Fans werden von den Schlachten begeistert sein. Nach wie vor sind die Kämpfe komplex, abwechslungsreich und niemals unfair. Ein Versagen liegt so gut wie immer in der schlechten Vorbereitung vor den Kämpfen. Technisch wäre es schön gewesen, wenn die Entwickler mehr aus der Switch geholt hätten. Hi und da erinnert der Titel nämlich eher an ein 3DS Spiel, was in anbetracht wesentlich schönerer Titel auf der Switch, schade ist. 7.5/10 mf

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