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Fifa 17 Review

Wieder ist ein Jahr ins Land gezogen und was bedeutet das für uns Gamer? Ganz klar, die neue Sportspiel Season hat begonnen. Nachdem wir den ewigen Rivalen von Fifa schon getestet haben, ist es nun an der Zeit das Fußballspiel von EA genauer unter die Lupe zu nehmen. Fans der Reihe werden es sowieso kaum noch erwarten können selber Hand anlegen zu können. Ob aber auch neue Fans mit dem jährlichen Update gewonnen werden können? Das klären wir im Test, denn Fifa 17 bietet etwas ganz Neues. Ein Story-Modus wurde integriert und das hört sich so schon mal sehr fein an. Also wer wird das Rennen machen PES oder Fifa?


Mein Name ist Hunter, Alex Hunter

img_0728-244x300-7-244x300Die größte Neuerung, die Fifa 17 bietet, ist ganz klar der Story Modus, genannt The Journey. Dabei begleiten wir Alex Hunter, der zu einem der größten Fußballstars werden will. Genau hier ist aber auch gleich einmal der erste Kritikpunkt den ich habe: wieso muss ich mit einem Alex Hunter spielen der schon vorgegeben ist? Viel lieber wäre es mir gewesen ihn selber zusammenbasteln zu können, so wie zum Beispiel Shepard in Mass Effect. Ähnlich wie bei diesem bringt jede Entscheidung und jeder Dialog eine andere Konsequenz mit sich. Erzählt wird die Geschichte dabei in cineastischen Cutscenes, die dank der neuen Frostbite-Engine nicht schöner sein könnten. Wie auch in einer Spielereihe von Telltale können wir auch ab und an bestimmen, was Alex zum Besten geben soll. Egal welche Antworten ihr gebt, alles hat eine Auswirkung auf den Spielverlauf. Aber keine Panik, es wird auch noch klassischer Fußball gespielt. Ihr könnt Alex trainieren, damit er besser wird. Habt ihr im Training bewiesen, so könnt ihr einer von den anderen zehn Mannschaftsmitgliedern sein. Hierbei hat man die Möglichkeit nur Alex zu spielen, oder eben das gesamte Team. Der Story-Modus hört sich ganz nett an, aber leider auch nicht mehr. Zu wenige Emotionen finden sich darin. Warum wird ein Sieg nicht gefeiert und wieso wird das Verhältnis zu einem Rivalen nicht ordentlich thematisiert? Das sind so kleine Punkte, die dem Story-Modus doch etwas schaden. Aber dennoch, Hut ab EA – ihr habt dem neuen Teil etwas Grandioses spendiert, das es so noch nicht gab. Trotzdem sollte an The Journey bis zum nächsten Ableger noch etwas gefeilt werden. Und das wird es, da bin ich mir sicher.

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Dank Active Intelligence ist das Ballgefühl um vieles besser als bei den älteren Teilen. Teamkollegen und Gegner agieren viel realistischer in den einzelnen Spielzügen, so werden zum Beispiel Pässe präziser getätigt. Genau dadurch verfällt man nicht in immer gleiche Angriffsmuster und muss echt überlegen, was man als nächstes in der Offensive macht. Eure Teamkollegen suchen den offenen Raum und das Kombinationsspiel, das dadurch entsteht, kann sich echt sehen lassen. Egal ob bei Flanken, Pässen oder Schüssen, genau durch dieses System wirkt das neue Fifa um vieles realistischer als bei allen seinen Vorgängern. Das macht auch die Stärke des 2017er Ablegers aus. Auch in der Verteidigung im Strafraum hat sich einiges getan. So ist es nun möglich sich mit dem Rücken zu den Gegnern hin zu positionieren um so auf kleinstem Raum zu agieren. Sollte der Gegenspieler mal etwas zu aufdringlich werden, können wir ihn auch wegdrängen, wodurch sehr schöne Zweikämpfe in den beiden Strafräumen entstehen können. Ist man dann endlich vor dem gegnerischen Tor, wird einem auch ein neues Angebot an Schüssen zur Verfügung gestellt. Die Eckbälle wurden auch etwas verbessert, wodurch es bei diesen, und auch bei Flanken, möglich ist einen gelben Marker einzusetzen, der euch genau zeigt wo der Ball dann landen würde. Haben wir vom Schiedsrichter mal einen Elfer bekommen, so ist dieser auch etwas bearbeitet worden und nun ist es schwieriger diesen im gegnerischen Tor zu versenken Doch genau hier sieht man, dass der Konkurrent PES noch um vieles weiter vorne liegt als Fifa selber.

Neue Engine

Die Frostbite-Engine zeigt hier was sie kann und die Spieler sehen ihren echten Vorbildern verdammt ähnlich. Dennoch gibt es auch hier etwas das mich stört. Sieht man sich die Zuseher, die im Stadion sitzen, mal etwas genauer an, so hat sich bei diesen nichts wirklich verändert, und sie sehen noch genau so komisch aus wie vor vielen Jahren. Dies ist schade, denn es würde dem Spiel wirklich viel mehr Charisma verleihen, wenn diese auch besser aussehen würden. Was aber mal ein etwas guter Schritt in die richtige Richtung ist, ist, dass wir auf den Seitenlinien auch erstmals realistisch aussehende Trainer sehen. Es gefällt mir richtig gut, wenn z.B. Jürgen Klopp nach einer verpatzen Situation die Krise bekommt und dementsprechend am Spielfeldrand agiert. Das Lizenz-Paket, welches EA hier wieder einmal auffährt ist grandios. Die Menüs sind super gestaltet und man findet sich immer zurecht. Was nicht unerwähnt bleiben darf, ist ganz klar der Soundtrack und die Musik im Spiel. Diese ist, wie es auch schon bei den Vorgängern der Fall war,  super zusammengestellt und einfach episch. Seit letztem Jahr sind auch die Kommentatoren nicht mehr so grantig wie früher. Das sind Punkte, bei denen PES sich eine Scheibe von Fifa abschneiden kann.

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Fazit

Es ist ein Hin und Her beim neusten Fifa Ableger. Der Story-Modus hat einen guten Ansatz und wirkt leider dennoch etwas aufgesetzt. Hier sollte bis zum nächsten Jahr noch etwas nachgebessert werden. Der Rest des 2017er Ablegers ist gewohnte Fifa- Kost und hält sein Niveau. Viele große Neuerungen gibt es dann dennoch nicht. Also wer sowieso jedes Jahr das neue Fifa spielt, wird es dieses Jahr genauso machen. Was ist jetzt eigentlich besser PES oder FIFA? Ganz klar beide haben ihre Vor -und Nachteile und das sollte euch nicht daran hindern euren Favoriten auch dieses Jahr wieder in die Konsole zu schieben. (8.2/10) cs

 

 

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