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Days Gone – Review (PS4)

Vor einige Zeit kam beim Nerdkeller das PS4-Exklusivspiel Days Gone angeflogen. Ich wusste nicht genau auf was ich mich einlasse (außer ein weiteres Zombie-Spiel) und hab darauf gewartet das der Download fertig ist und ich beginnen kann. Ob die lange Reise, welche dann folgte, auch für euch das Richtige ist sollen die nächsten Zeilen klären.


Ich – Mein Bike – und die Long Open Road

Jeder von euch kennt das sicher: Ähnlich wie Kurzgeschichten gibt es auch Filme, welche einfach mittendrinnen starten. Man fragt sich dann: “Wer ist das?” “Warum tut sie das?” und “Habe ich den Herd ausgemacht?”. Oft können diese Filme, aber auch Geschichten, etwas träge sein, weil es nicht einfach ist sich mit dieser Personen zu identifizieren. So beginnt das ganze auch mit Days Gone. Irgendwie wird man lange nicht damit warm, obwohl die Charaktere ganz angenehm gestrickt sind. Leider hab ichs bis zum Ende nicht ganz geschafft zu durchschauen wie manche tatsächlich ticken und oftmals wirken ihre Motive sehr aufgesetzt, aber das ist auch okay. Im Großen und Ganzen muss man aber sagen, dass die Story einer der Lichtblicke an dem Spiel sind.

Warum klingt das nun so negativ? Weil das Spiel eigentlich nichts Neues auf den Tisch bringt und das was interessant ist, ist auch problematisch.

Jeder weiß, dass es im Spiel um einen Biker geht der in der Postapokalypse überleben will. Dazu hat er sein Bike. Und dieses Bike ist der blanke Horror! Schlimmer als alle Psychos im Verlauf des Games. Immer ist es kaputt, der Tank ist schneller leer, als ein Saftpackerl in den Händen eines Marathonläufers und richtig befriedigend ist das Fahren auch nicht. Dabei gabs von Avalance Studios schon ne Vorlage mit Mad Max wie man sowas toll umsetzten kann ohne, dass es nervig ist. Hier wurde ich das Gefühl nicht los eine ewige Escort-Mission für ein Motorrad zu spielen.

Aber bleiben wir gleich bei Vorlagen. Ich erwähnte ja bereits, dass das Spiel nicht viel Neues versucht. Crafting ist simpel und wie überall sonst. Stealth ist simpel und wie überall sonst. Ballern ist simpel und wie überall sonst. Mechaniken sind simpel und wie überall sonst. Hierbei tut sich eine weitere Parallele auf. Horizon Zero Dawn. Das Spiel macht auch wenig neu, Mechaniken sind bekannt und wenig aufregend, aber das ist alles in einem wunderbaren und fesselndem Paket geschnürt, dass man sich kaum davon lösen kann. Das trifft bei Days Gone irgendwie nicht zu.

Eher im Gegenteil. Schon sehr früh kommt man mit dem Konzept der Bounties in Berührung. Hier werden, unter anderem, für Ohren von Freakern Gelder ausbezahlt. Kennt man aus anderen Games auch: Gegner lassen Coins oder Geld fallen. Aber warum sollten Siedlungen teures Geld für Random Ohren bezahlen? Die Zombie-Verseuchung nimmt dadurch nicht ab, und nachdem diese oft in Horden auftreten könnte selbst eine befreite Region schnell wieder verseucht werden.

Diese Horden sind wahrscheinlich der einzige wirkliche Stern am Himmel von Days Gone. Zwar nicht für die Protagonisten, aber für das Individuum am Controller. Jedoch gibt es kein Licht ohne Schatten. Days Gone hat diese Mechanik echt toll um gesetzt und wenn es hart auf hart kommt sind die Herdenbegegnungen echt fesselnd. Aber von der ersten Minute an merkt man, dass die PS4 nicht mehr die Rechenpower hat um sowas zu bewerkstelligen.

Das Spiel sieht nicht so schön aus wie vergleichbare Titel. Oft bin ich ja der Meinung, dass Grafik keine wirkliche Rolle spielt, aber hier ist es tatsächlich auffällig. Besonders schön und auch intuitiv ist dagegen das Menü, welches auch über Swipes am Touchpad des Controllers bedient werden kann. Zu Beginn ist das noch ungewohnt, aber es ist tatsächlich praktisch mit einfachem Wischen in jedes der vier Untermenüs gelangen zu können. It’s something.

Fazit

Am Ende des Tages muss ich eines sagen: Ich habe zuviel zu tun und auch mein Stapel an Spielen wird immer höher. Viele davon machen nichts neues, machen dieses dann aber gut! Das kann ich von Days Gone nicht behaupten. Es ist ein funktionierendes Produkt, welches interessant sein könnte und garantiert auch einen Platz am Markt hat, aber benötigen tut es eigentlich keiner wirklich. Ich finde das schade, weil ich tatsächlich glaube mit Days Gone hatte Sony eine vielleicht tolle Idee, welche dann am Ende des Tages zu wenig Entwicklungszeit aber auch fehlende Vision hatte. Wenn euch Biken, eine Open World und Zombiesmurksen Spaß macht hat Days Gone einiges zu bieten! Wenn ihr aber zwischen, Privatleben, Arbeit und vielleicht noch drei anderen Spielen steht sollte Days Gone auch für euch keinen zu hohen Stellenwert haben. (5/10) kbm

Wir danken Sony für die Bereitstellung des Testmusters!

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