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Beitrag Review 

Bioshock The Collection Review

Böse Zungen beschimpfen die aktuelle Konsolengeneration als „Remaster-Gen“, denn neben Neuerscheinungen setzen viele Publisher auf alte Pferde in neuem Rüstzeug. Ob Uncharted, Resident Evil, die Batman: Arkham Games oder auch Bioshock: The Collection – wir bekommen auf PS4 und Xbox One vermehrt die Möglichkeit, gute Spiele neu zu erleben. Meist sind die Neuauflagen mit diversen Boni versehen oder grafisch opulent neu in Szene gesetzt. Ob das bei der Bioshock Trilogie auch der Fall ist, werden folgende Zeilen klären.


Alles auf Anfang

2K schickt Gamer zurück nach Rapture und Columbia. Was aber, wenn man dort noch nie war? Zumindest Rapture ist mir bisher fremd geblieben, da ich auf Xbox 360 nur mit Bioshock Infinite (also dem dritten Teil) meinen Spaß hatte. Da kommt eine Collection, die alle drei Teile der Reihe beinhaltet, doch genau richtig! Und genau auf diese Zielgruppe, also Gamer, die die Games verpassten, zielt 2K mit Bioshock: The Collection ab. Anders als bei der hauseigenen Borderlands: The Handsome Collection (wo der erste Teil fehlte) hat man diesmal dazugelernt und alle drei Ableger auf die Disc gepackt. Legt man die Xbox One Version ein, werden alle Spiele separat installiert und können auch separat gestartet werden.

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Über die Games an sich muss ich wahrscheinlich nicht mehr viel schreiben, schließlich zählt die Bioshock Trilogie zu den besten Spielen der letzten Konsolengeneration. Andererseits gibt es da ja auch Typen wie mich, die zwar von den Spielen gehört, sie aber nie gespielt haben. Deshalb gibt es jetzt eine kleine Zusammenfassung.

In Bioshock verschlägt es den Hauptcharakter Jack in die Unterwassermetropole Rapture, nachdem er einen Flugzeugabsturz im Atlantik überlebt. Das Abenteuer spielt im Jahre 1960 und zeigt mit Rapture eine Stadt auf, die als Ort der vollkommenen individuellen Freiheit für die libertär-eingestellten Eliten konzipiert und von Andrew Ryan ins Leben gerufen wurde, der nun darüber herrscht. Als Jack in Rapture ankommt, wird er von Atlas, einem Bewohner der Stadt kontaktiert. Er erfährt, dass eine Substanz namens Adam den Menschen in der Unterwassermetropole neue Fähigkeiten verleiht, sie aber aufgrund dessen ihren Verstand verlieren und zu willenlosen aber gefährlichen Gegnern werden. Atlas bittet Jack, seine Familie zu retten, bevor er seinen Weg an die Oberfläche antritt.

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Das Spiel gestaltet sich dabei als Ego-Shooter mit Survival-Horror und RPG-Anleihen und starkem Fokus auf Handlungsverläufe und Erkundung der Unterwasserstadt. Neben normalen Waffen wird auch Jack Opfer der geheimnisvollen Substanz, mit der er magische Fähigkeiten bekommen. So lernt er beispielsweise Blitze aus seinem Arm zu schießen oder Feuer zu entfachen. Die neu erworbenen Fähigkeiten dienen natürlich nicht nur der Verteidigung, sondern werden benötigt, um Rätsel in der Spielwelt zu lösen. Dieser Mix aus Erkundung der Stadt, dem Kampf gegen diverse Gegner und des wunderschönen wie auch gefährlichen Rapture machen aus Bioshock ein wahres Meisterwerk, das 2007 tadellos spielbar war und es heute noch ist. Dafür sorgen im Remaster eine höhere Auflösung, 60 fps und hübschere Texturen, die das Spiel schicker präsentieren, als es ohnehin schon war. Zahlreiche Details heben die Optik zudem vom Original ab, was sich im direkten Vergleich am besten zeigt. Das Remaster bewegt sich zwar nicht auf den Niveaus der Uncharted Collection, kann sich aber durchaus sehen lassen.

Inhaltlich hat sich aber nichts getan. Ihr bekommt das exakt gleiche Spiel wie anno 2007 mit allen DLCs, die seitdem erschienen sind. Fleißige Gamer können zwar einen Entwicklerkommentar freischalten, das gilt aber nur für den ersten Teil der Reihe. In Bioshock 2 und Bioshock Infinite gibt es keine extra Zusätze, die euch für das erneute Durchspielen belohnen. Schade!

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Im zweiten Teil geht es in der Haut eines Big Daddy zurück nach Rapture, bevor ihr in Bioshock Infinite einen Tapetenwechsel bekommt. Mit neuem Charakter seid ihr  in die Stadt über den Wolken unterwegs: Columbia. Hier verfolgt das Spiel eine ähnliche Prämisse wie die beiden Vorgänger, spielt sich aber dank der neuen Lokation, des neuen Helden und besserer Grafik deutlich frischer. Da Bioshock Infinite von allen drei Teilen das jüngste Spiel ist (erschien 2013), wirkt die grafische Frischzellenkur in der Collection weniger deutlich. Hier sorgen eher die konstante Framerate und höhere Auflösung für einen flüssigeren Spielfluss als noch in der letzten Konsolengeneration. Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass der erste Teil noch am meisten vom Remaster profitiert hat. Das soll aber nicht heißen, dass die Bioshock Collection schlecht ist. Hier wurden drei fantastische Spiele neu auferlegt und vor allem technisch in Sachen Auflösung und Framerate auf den aktuellen Stand der Dinge angepasst. Das sorgt dafür, dass auch Gamer, die bereits alle drei Spiele in- und auswendig kennen, einen erneuten Ausflug wagen sollten. Seid ihr aber wie ich und kennt nur eins der Spiele, oder seid komplett neu im Bioshock Universum, dann solltet ihr die Bioshock Collection keinesfalls verpassen. Mehr Spielspaß bekommt ihr selten für unschlagbare 40 Euro. 8.5/10 as

 

Wertung: 8.5

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7 Thoughts to “Bioshock The Collection Review”

  1. Also Teil 1 fand ich bisher am genialsten, weil man da alles neu erlebt. Bei Teil zwei habe ich nur ein Stück gespielt, konnte mich aber nicht so überzeugen. Infinte habe ich auch eher nur ein Stück weit gezockt und wurde dann vom Kundengenerierten Arbeitspensum der realen Welt abgehlaten – Da sollte ich wohl unbedingt nochmal ran.

    1. Bei Teil 2 hast du imo nichts verpasst. Infinite ist aber wieder sehr geil.

    1. Anonymous

      Sieht interessant aus. Muss mal mit dem Verleger Kontakt aufnahmen, vielleicht können wir da noch ein Exemplar ergaunern 😉 – Danke für den Hinweis

    2. Das kannte ich noch gar nicht. Mal mit dem Verleger reden, ob wir da ein Exemplar bekommen noch. Danke für den Hinweis.

      1. Für mich auch eins Bitte 😀 😉

        1. Vielleicht schafft es ein Exemplar in den Adventskalender. – Die Vorbereitungen dafür starten ohnehin bald

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