Review 

Anno 2205 Review

Die meisten unter euch kennen mich als abitionierter Konsolenspieler. Umso erstaunter dürfte der eine oder andere sein, wenn er hier mitbekommt, dass ich die letzten Stunden in der Welt von Anno 2205 verbracht habe. Bewaffnet mit Maus und Tastatur, habe ich es gewagt meinen Rechner mit dem neuesten Aufbauspiel von Ubisoft zu konfrontieren. – Ob mein in die Tage gekommener PC überhaupt das Starten von Anno ermöglicht hat bzw. wenn ja, ob und wie gut mir der Titel gefallen hat, klärt unser Review.


author martinDicke Server, unendliche Weiten

Wie bei Ubisoft-Spielen üblich, wir das Spiel entweder über den U-Play Service heruntergeladen, oder im Falle der Disc-Version, zumindest freigeschaltet. – Fakt ist in jenem Fall somit, dass man ständig online sein muss, wenn man sämtliche Features und Patches nutzen/beziehen möchte. – Eine Tatsache, die den einen oder anderen von euch bestimmt säuerlich aufstoßen lässt. – Und dennoch – oder gerade deshalb, war ich umso erfreuter, dass die rund 15GB Große Review-Version (die ident mit der Gold-Master für Kunden ist) innerhalb von zwei Stunden auf meiner Festplatte Platz gefunden haben. – Ein kurzer Patch danach und schon konnte es los gehen. Das reguläre Spiel ist aber, anders als der Vorgänger völlig offline spielbar.

Zittern, Bangen, ja sogar kleine Schweißausbrüche, ob der Angst, dass der Titel vielleicht seinen Dienst auf meiner alten Hardware (AMD-irgendwas CPU, 4GB Ram, Radeon HD5500 Graka) verweigert waren in diesen wenigen Sekunden meine Begleiter. – Doch siehe da – Das Intro beginnt, sieht fantastisch aus, entführt den Spieler in die Welt des Jahres 2205 und wechselt dann von vorgerenderten Sequenzen in in Echtzeit berechnete Grafik, die dann fortan als aktiver Hintergrund des Start-Menüs dient. – Spätestens hier war ich beruhigt, da das Polygon-Raumschiff, das zuvor den Weg vom Mond zurück auf die Erde angetreten ist, flüssig und in vollen Details dargestellt wurde.

Die Engine überzeugt mit Weitsicht und vielen Details
Die Engine überzeugt mit Weitsicht und vielen Details

Aber weg vom Menü, weg von den Sorgen und rein ins Vergnügen. Die Welt von Anno 2205 wird von Großkonzernen beherrscht. Energie ist in dieser Zukunftsvision der Menschheit nicht nur knapper, sondern wertvoller denn je. – Somit ist es eure Aufgabe, als Firma (in unserem Fall trägt jene natürlich den Namen “Nerdkeller”) mit einem selbst ausgewähltem Logo (Die Karotte fand ich dann schon ganz knuffig) eine kleine Kollonie von Menschen zur aufstrebenden Macht zu etablieren.

Die Energiekrise kann nur durch Hilfe des Mondes gelöst werden. Das enorme Helium-Vorkommen ist das Schlüssel zum Erfolg und wärend man als Spieler versucht, ressurcenschonend Siedlungen auf der Erde zu erschaffen, ist es vor allem Anfangs euer Ziel, die Verbindung zu den Aussenstellen am Mond zu errichten. – Nur durch Transporter und Weltraum-Fahrstühle ist euch eine sichere Zukunft in der Welt von Anno beschert.

Man siedelt, baut und kämpft in verschiedenen Klimazonen
Man siedelt, baut und kämpft in verschiedenen Klimazonen

Gewohnte Formel, gewohnter Spaß

Wer Anno kennt, wird schnell feststellen, dass sich das Spielprinzip nicht geändert hat. Im Grunde geht es darum, dass man Inseln erforscht, besiedelt, Probleme erkennt und bewältigt um daraus folgend neuen Problemen und deren Lösungen gegenüber zu treten. – Man baut Handelsrouten auf den Meeren der Welt aus, schließt Verträge mit Mitspielern und/oder NPCs und erweitert seine Routen und Einflussbereiche bis zum Mond. Natürlich sind euch nicht immer alle Völker freundlich gesinnt und so kommt es schon mal zum Kampf mit euren Schiffen, zu Plünderungen und Unterbrechungen der erwähnten Handelsrouten.

Das Wirtschaftssystem und das Kampfsystem sind zwar nicht so detailliert gestalten, wie bei den Vorgängern, was aber in anbetracht der tollen Szenarien, Klimazonen und dem Endlosspiel, absolut nebensächlich wird.

Auch auf älteren Systemen macht Anno eine gute Figur
Auch auf älteren Systemen macht Anno eine gute Figur

Fazit

Anno ist und bleibt Anno. – Und das ist gut so. Vor allem Fans des Endlosspiels werden froh sein, dass man wieder ohne nervige Serverunterbrechungen und Updates eine mehrstündige Partie starten kann, um in der Welt zu versinken. Die Simplifizierung diverser Mechanismen, hat zwar anfangs einen Beigeschmack der Bevormundung, jedoch fällt jene kaum noch ins Gewicht, wenn man mal im Spiel vertieft ist. – Weitere, serientypische Elemente, wie Problemlösung, dem Management und der Handelsrouten müssen einem liegen. – Da Anno auch auf fünf Jahre alter Hardware läuft und Spaß macht, können Strategen und Aufbaufans blind zugreifen. Alle anderen dürfen aber auch einen Blick wagen. (8/10) mf

anno

 

 

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2 Thoughts to “Anno 2205 Review”

  1. Heiko Hauenstein

    Klingt nach was für mich 🙂

  2. Martin Fornleitner

    Absolut, lieber Heiko! 😉

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