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Agents of Mayhem Review

Volition wollte damals mit dem ersten Saints Row einen ernst zu nehmenden Konkurrenten erschaffen der gegen Rockstars GTA Reihe bestehen kann. Doch das lief nicht ganz so gut wie erhofft und wurde ab dem zweiten Ableger wieder verworfen. Die Saints Row Reihe mit ihren vier Hauptteilen und Gat out of Hall ist bekannt für ihren echt grandiosen Humor. Doch genau jetzt haben sie sich wieder an was neues herangewagt. Letztes Jahr auf der E3 wurde Agents of Mayhem angekündigt und ob es was kann oder nicht das haben wir und in den heiligen Nerdkeller Hallen angesehen.


Overwatch plus GTA = Agents of Mayhem


Ein böser Doktor will die Weltherrschaft an sich reißen, sein Name Dr. Babylon. Dazu benutzt er oder besser gesagt will er Dunkle-Materie-Bomben nutzen. Also was ist unsere Aufgabe? Das ist doch ganz klar! Wir müssen ihm das Handwerk legen und verhindern das er der Obermacker der Erde wird. Die ganze Zeit musste ich da an Pinky und Brain denken (klingt irgendwie komisch aber ja). Wir sind Mitglied einer geheim Organisation genannt Mayhem (Multinational Agency Hunting Evil Masterminds). Der Oberbösewicht Dr. Babylon ist der Anführer der bösen Legion (League of Evil Gentlemen Intent on Obliterating Nations). Ihr seht das Grundgerüst von Agents of Mayhem ist eigentlich total 08/15. Bei wem jetzt die Alarmglocken läuten dem kann ich sagen: Ja ihr habt Recht, wenn ihr das gleiche denkt wie ich und Saints Row kennt. Diese beiden Gruppierungen kennen wir schon aus Volitions anderer Spielereihe. Die Basis unserer Helden schwebt hoch in der Luft über der Stadt. Ark heißt dieses Ungetüm und erinnert sehr stark an den Helicarrier aus den Marvel-Filmen. Viele Ideen der GTA-Reihe sind auch wieder in Agents of Mayhem enthalten. So können wir in Seoul auch Autos stehlen ganz wie in dem Vorbild von Rockstar. Seoul ist eben die Spielwelt, oder besser Stadt, in der Agents of Mayhem spielt. So richtig Spaß macht das ganze aber leider nicht wirklich, denn die Autos steuern sich total steif und nicht wirklich gut. Außerdem warum sollte ich mit einem Auto durch die Stadt fahren, wenn ich schon wie in Crackdown oder dem letzten Saints Row Ableger so eine Art Superkraft habe. Es gibt aber auch einen anderen Titel an den ich denken musste. Denn Agents of Mayhem hat ein bisschen was von Overwatch oder Battleborn. Grund dafür ist einfach die bunte und grandiose Cell-Shadding Grafik die wir in Volitions neuem Werk haben. Doch ein gravierender Unterschied zu Saints Row ist gleich am Anfang zu entdecken. Wir können während dem Spielen zwischen den Helden wechseln. Wie kommt man den da auf Saints  Row. Ganz einfach wir haben nicht nur einen Helden sondern insgesamt 12 an der Zahl. Also das sieht dann so aus, wenn wir bemerken das unsere Feinde etwas zu weit entfernt sind für den Nahkämpfer dann wechseln wir einfach zum Scharfschützen. Dieser steht dann genau auf der exakten Position wie unser Charakter davor. Doch die Auswahl ist nicht immer leicht. Denn jeder Agent verfügt über einen Hauptangriff und diverser Spezial und Superattacken. Zu Beginn jeder Mission müssen wir uns einen Dreiertrupp zusammenstellen. Hier haben wir aber dann eben die schwierige Wahl, denn wie oben erwähnt sind 12 verschiedene Helden zur Auswahl.

Meine Konsole, Agents of Mayhem und ihre 12 Helden

Leider müssen einige aber erst durch das Erfüllen von Aufgaben freigeschaltet werden. Das finde ich persönlich echt blöd. Ich musste beim Anblick der Helden immer an GI Joe denken. Ich denke diese Figuren sagen euch sicher etwas.  Am liebsten hätte ich es wie in Saints Row das ich meinen eigenen Charakter erstellen kann aber leider ist das hier nicht der Fall. Doch haben wir uns endlich einmal für drei der Helden entscheiden dann geht es richtig ab und wir können jeder Zeit zwischen den Charakteren hin und her wechseln. Die anderen beide Agenten die gerade nicht aktiv sind erholen sich und laden ihre Fähigkeiten wieder auf. Sollte es dennoch einmal so weit sein und einer eurer Helden segnet das zeitliche so wird automatisch einer der anderen beiden ins Spiel geholt und ersetzt den verstorbenen. Erst, wenn alle drei Agents weg vom Fenster sind müssen wir vom letzten Speicherpunkt neu starten. Jeder unserer Agenten hat dabei eine Hintergrundgeschichte und das erinnert sehr stark an Overwatch. Doch hier sind diese um vieles besser erzählt. Genauso haben wir auch Videos die unsere Charaktere vorstellen, aber diese sind nicht wirklich interessant sondern eher unlustig. Wie oben schon erwähnt ist die Story nur Mittel zum Zweck. Sie ist eher sehr schräg und etwas unlogisch. Dennoch haben sich die Entwickler bei Volition sehr Mühe geben. Die Zwischensequenzen sehen durch den Grafikstil echt toll aus und trotzdem rettet das leider nicht die nicht ganz so tolle Geschichte von Agents of Mayhem. Was besonders dabei stört ist die Tatsache dass viele der großen Missionen eng mit der Hauptgeschichte verbunden sind und oft nicht wirklich klar ist, warum wir was gerade tun müssen. Was aber wiederum gut gelöst wurde ist die Wegbeschreibung zu einer Mission: Pfeile zeigen uns immer exakt an wo wir gerade als nächste hin müssen oder sollten. Wir werden also eigentlich an der Hand genommen. Genau durch das ist es auch, wenn es oft nicht logisch ist kein Problem die Mission zu einem Ende zu bringen. Doch leider wiederholen sich diese zu oft und sind nicht unterschiedlich genug.  Was aber natürlich nicht fehlen darf: Es gibt echt lustige und gar nicht mal so schlechte Bosskämpfe. Dennoch fühlen sich die Missionen einfach nicht wirklich gut an, da können eben nicht einmal die Bosskämpfe was daran ändern. Zur keiner Zeit hatte ich einen Wau Moment oder irgendwelche anderen Momente die in meinem Gedächtnis blieben. Dieses Gefühl hatte ich aber auch bei den Feinden und Gegnern. Immer wieder das gleiche was etwas an den Nerven zehrt. Egal ob Ninja, Robotersoldaten oder etwas anderes; zu oft hat man so etwas schon gesehen. Was dabei aber sehr stark an den Nerven zieht ist die Tatsache das es auch oft so ist das die Gegnerwellen einfach nicht aufhören zu spawnen bis wir einen bestimmten Punkt in der Mission erreicht haben. Sowas finde ich total doof und das gefällt mir gar nicht. Bei jedem neuen Einsatz (also Mission) bestimmen wir den Schwierigkeitsgrad neu. Dabei haben wir da die Auswahl zwischen 15 verschiedenen. Ja ihr lest richtig 15. Warum denn nur so viele? Was dabei ganz klar ist, ist das je höher der Schwierigkeitsgrad ist, desto schneller und mehr Erfahrung erhalten wir. Diese können wir dann im Talentbaum wieder ausgeben und Fähigkeiten freischalten. Wir bekommen dadurch aber auch schneller Superwaffen und bessere Ausrüstung für unsere Agents. Für die Hauptgeschichte im Spiel kann man schon seine 18 bis 20 Stunden einplanen. Dazu gesellen sich dann aber noch etliche Nebenaufgaben und Jobs die wir erledigen können.

Was das Game aber tatsächlich runter zieht ist einfach der Aspekt, dass wir viele Bugs und Glitches darin haben. So ist es nicht selten der Fall das unser Charakter stehen bleibt und das Bild nach allen Richtungen hüpft und wackelt oder unser Agent in der Level-Architektur fest steckt.  Sowas ist echt nicht notwendig. Die musikalische Untermalung und der Sound des Spieles, ist Volition typisch, sehr, sehr gut. Die Sprachausgabe ist nur in Englisch vorhanden dabei sind aber Deutsche Untertitel.

Fazit

Wenn manche Filme als PopcornKino bezeichnet werden so ist Agents of Mayhem ein Popcorn Game aber leider mehr auch nicht. Auf der einen Seite wird mir irgendwie nicht langweilig auf der anderen dann wieder doch. Es ist schwer zu erklären. Wir schalten vieles am laufenden Band frei und das ist perfekt für Jäger und Sammler. Auch vom Umfang her passt alles. 20 Stunden ohne den ganzen Nebenaufgaben ist schon beachtlich aber dennoch werde ich nach einiger Zeit müde. Was halt komisch ist, denn die Saints Row Teile habe ich geliebt. Der Humor ist Volition typisch wieder aller erste Sahne. Doch sind es immer wieder kleine Dinge die mir sagen: Nein es ist nicht deines. Doch was mich (was nicht auf alle zutreffen muss) am meisten stört ist die Tatsache das wir 12 Charakter haben. Einerseits ist es ja okay aber dann denke ich mir wieder eigentlich will ich mir selber einen bauen und Volition können das: Siehe den Editor von Saints Row. Nicht ohne Grund lauf ich dort als Joker durch die Straßen. Auch die Bugs und Glitches ziehen die Wertung ganz schön in den Keller. Dennoch wer etwas Neues sucht und ihm diese Punkte egal sind der kann gerne zugreifen. Ich persönlich würde warten bis der Preis etwas fällt wenn überhaupt. cs (6/10)

~Wenn manche Filme als Popcornkino bezeichnet werden,

so ist Agents of Mayhem ein Popcorn Game!

Leider auch nichtmehr~

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