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A Way Out Review

Josef Fares arbeitet schon seit einigen Jahren mehr oder weniger erfolgreich in der Videospielbranche. Sein letztes Werk, Brothers A Tale of Two Sons, war eine emotionale pseudo-kooperative Spielerfahrung der Superlative! Kein mir bekannter Titel hat seine Mechaniken derart gut als Metapher verpackt wie dieser. Nicht ohne Grund gehört das Spiel zu einen All-Time Favorits. Damals musste ein Spieler alleine zwei Brüder steuern auf ihrer Reise. Dies musste man mit einem Controller alleine machen, denn jeder Bruder wurde mit einem der beiden Analogsticks gesteuert. Jetzt ist sein neustes Werk erschienen: A Way Out. Doch diesmal ist alles anders. Man muss zu zweit spielen und alleine geht es gar nicht. Entweder Online oder von derselben Couch aus. Ob das was taugt klärt dieser Test.


Spielt doch wieder mal zusammen! Wie in der guten, alten Zeit.

In Filmen und Serien aus dem Gefängnis auszubrechen ist ja nichts Neues. Ich denke da an Die Verurteilten oder an Prison Break (hab ich nie gesehen, also bitte nicht steinigen). Leo und Vincent sind unsere Helden in diesem etwas anderen Spiel. Leo ist ein kleiner Mafia-Gangster wie es im Buche steht und Vincent geriet eher zufällig auf die schiefe Bahn. Anfangs können die beiden sich gar nicht riechen. Doch im späteren Spielverlauf überzeugt Vincent, Leo mit ihm gemeinsam auszubrechen. Hier merkt man, dass sich immer mehr eine kleine Männerfreundschaft entwickelt. Nur gemeinsam können sie es schaffen und das wird beiden, je weiter man kommt, mehr bewusst. Ihre Schicksale sind aber enger miteinander verbunden, als sich beide es je erträumt hätten. Ein mysteriöser Mann namens Harvey hat nämlich beide über Ohr gehauen. Da ist der Ausbruch erst ein kleiner Anfang in dieser spannend erzählten Geschichte. Doch wir verraten euch nicht mehr. Sucht euch einen Freund, egal ob Online oder zu Hause, und erlebt dieses Abenteuer selbst.


Gameplay:

Das Gameplay ist komplett auf den Spielspaß mit Freunden ausgelegt. Einer steht Wache während der andere die Wachen umgeht oder um von A nach B zu kommen um Item X zu holen. Das klingt zwar irgendwie langweilig, doch das ist es bei weitem nicht! Zwar erreicht es nicht die erzählerische und emotionale Tiefe wie Brothers, aber das muss und will es auch gar nicht. Ein großer Schacht; wie kommen wir da wohl hinauf? Ganz klar! Wir arbeiten zusammen und klettern Rücken an Rücken nach oben. Würden wir das alleine spielen müssen, dann würde es nie so gut funktionieren. Doch das besondere ist nicht die Kooperation der Spieler. Auch der Bildschirm ist permanent im Splitscreen. Auch, wenn man online spielt. Dabei ist auf einer Seite Leo und auf der anderen Vincent. Je nachdem wer gerade im Moment die wichtiger Rolle hat, passt sich das Bild an und der Bildschirm wird größer für den im Moment wichtigeren Helden. Das funktioniert super! Fast wie in einem Film aus den 70er Jahren. Genau zu dieser Zeit spielt das Abenteuer übrigens auch.

Ihr wollt zu zweit Spielen? Ein Game reicht!

Das Genialste an A Way Out ist aber die Tatsache, dass nur einer von euch das Game besitzen muss. Euer Freund/Eure Freundin kann sich einen Klienten herunterladen und so mit euch spielen, ohne dass er/sie es besitzen muss. Diese Idee ist echt der Hammer und erinnert an das Spiel-Teilen vom Nintendo DS. Am meisten macht A Way Out aber im Couchcoop Spaß. Wenn man wirklich zu Hause gemeinsam vor der Glotze sitzt und sich gegenseitig anmotzt, wenn der Freund schon wieder etwas versemmelt. Es war eine kluge Entscheidung das Spiel so Aufzuziehen und keinen Singleplayer einzubauen, denn anders wäre nie dieses Gefühl des Zusammenhalts entstanden wie es nun der Fall ist. Durch diesen Aspekt wird A Way Out etwas ganz besonderes. Josef Fares, hat es wieder geschafft nur mittels Mechaniken und gut designetem Gameplay ein Erlebnis und weniger ein Spiel zu basteln. Natürlich gibt es auch Passagen, die etwas zäh sind und manche Elemente sind nicht gut gelungen, doch es bleibt ein gutes Komplettpaket. Um die ca. 6 Stunden spielen wir gemeinsam an diesem Spiel. Die Zeit ist perfekt! Nicht zu kurz; nicht zu lang. Echt toll für ein Wochenende mit einem Kumpel.

Technik:

Grafisch ist A Way Out jetzt kein Uncharted 4 oder dergleichen. Es muss sich aber dennoch nicht davor verstecken, denn nur Grafik oder Framerate haben noch nie ein gutes Spiel ausgemacht. Ab und an sind zwar grafische Schnitzer enthalten, aber nachdem dies selbst in AAA-Titeln der Fall ist tut das nicht ganz so weh. Die Musik passt sich der Situation perfekt an und die Sprachausgabe ist einfach nur super. Ich bin ehrlich überrascht wie gut mir A Way Out gefallen hat und hoffe auf einen weiteren Ableger oder gar ein neues Spiel mit ähnlichem Konzept, das mir vielleicht eine andere Geschichte als einen Gefängnisausbruch erzählen will.

Fazit:

A Way Out ist eine grandiose Coop-Erfahrung, die man echt gespielt haben sollte! Selten hatte ich so viel Spaß mit einem Freund an einer Konsole zu spielen. Die Emotionen kochen in allerlei Hinsicht über. Sicher gibt es dort und da kleine technische Patzer, aber mit einem Freund ausbrechen zu dürfen macht das alles wieder wett. Die Geschichte ist dabei immer spannend erzählt und man will echt wissen was mit Leo und Vincent passiert. Die Spielzeit ist mit 6 Stunden auch perfekt eingefangen. Perfekt für ein spannendes Wochenende zu zweit. Also schnappt euch einen Freund und spielt mal wieder gemeinsam! Egal ob online oder zu Hause. So wie in den guten alten Zeiten. (8/10) cs

A Way Out ist eine grandiose Coop-Erfahrung, die man echt gespielt haben sollte!

Danke an EA für das Bereitstellen des Testmusters.

 

Hier habt ihr noch den Launch Trailer zu A Way Out.

 

 

 

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