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UFC 3 Review

Jahr für Jahr wird in der Redaktion gegrübelt, wem die aktuellen Sportspiele von EA umgehängt werden. In den letzten Jahren und vor allem Monaten war es dann doch meistens ich, der sich „erbarmt“ hat und dann doch mehr Spaß hatte. Im Falle von UFC war ich besonders am Zweifeln, da ich nicht gerade derjenige bin, der diese Sportart gut heißt bzw. unterstütz und dennoch: Als Redakteur, darf und soll man zwar auch Subjektives einfließen lassen, dann aber doch auch in der Lage sein, eine etwas differenzierte Ansicht des Ganzen zu vollziehen. – Also. Tun wir mal wieder so, als fände ich den „Sport“ gut und wollen der Ulitimate Fighting Champion werden.


Nur eine Fortzsetzung oder doch mehr?

In UFC wird sowhl real als auch digital MMA praktiziert. MMA steht für Mixed Marshal Arts, was soviel bedeutet wie „Tu was du willst so lange du drauf kloppst und gewinnst“. Seit dem letzten UFC Spiel, das wir HIER getestet haben, hat sich einiges in der MMA-Welt im Allgemeinen sowie der UFC im Speziellen getan und auch verändert. Ronda Rousey, einer der Coverstars von EA Sports UFC 2 hat nach Jahren der Dominanz gegenüber anderer Kämpfer und dem Aufstieg zum Aushängeschild für Mixed Martial Arts zwei gewaltige Niederlagen erlitten. Die ehemalige Olympia-Judo Teilnehmerin hat die Handschuhe an den Nagel gehängt. Zumindest wird dies stark vermutet: Vor kurzem hat sie einen langfristigen Vertrag mit der WWE unterschrieben und hatte beim Royal Rumble ihren ersten, viel umjubelten Auftritt. Und Conor McGregor, der zweite Coverstar, hat sich zwar in der Zwischenzeit als erster UFC-Kämpfer die Titelgürtel in zwei Gewichtsklassen gleichzeitig gesichert. Doch seit November 2016 ist er etwaigen Titelverteidigungen immer aus dem Weg gegangen – auch weil ihm ein “Superfight” mit Floyd Mayweather in die Quere kam.

Seit die Besitzer der UFC Mitte letzten Jahres für etwas über vierMilliarden (!!) US-Dollar wechselten, wurde das Zeichen gesetzt, dass die Käfigkämpfe endgültig aus der Schmuddelecke herausgekommen und im absoluten Mainstream gelandet sind. – Zumindest theoretisch. – Gleichbedeutend damit fand jedoch auch ein Generationenwechsel statt. Viele „Sportler“, die beim Aufstieg der UFC geholfen haben, sind entweder zurückgetreten oder haben sich Konkurrenz-Organisationen (zB. Bellator) angeschlossen. Dass Dana White als Polarisationsfigur wie eh und je auch nach der Übernahme weiterhin als Präsident das „Gesicht“ der UFC ist, stört übrigens viele Fans. – Ihr seht: Ich hab meine Hausaufgaben gemacht 😉

Und was bedeutet das fürs Spiel?

Wirken sich all diese Änderungen und Neurungen auf EA Sports UFC 3 aus? Eigentlich nicht. Wie bei allen anderen Sportspielen, in denen man quasi eine Monopolstellung hat (z.B. Madden, NHL, usw.), setzt man eher auf das Feintuning gewisser Gamplay- und Technikelemente als auf Neuerfindung und Weiterentwicklung. Das muss nicht zwangsläufig schlecht sein auch wenn das ganze nach aufgewärmten Semmeln schmeckt

Die Auswahl von gut 270 Kämpfern (!!) in zehn Gewichtsklassen kann sich sehen lassen. Und nicht zuletzt gibt es genug Spielmodi, um die MMA-Fans auch langfristig zu beschäftigen. Der im Store als Bonus-Charakter erhältlichen Bruce Lee, der in vier Klassen antreten darf ist dabei nur die Spitze des Update-Eisberges!

Doch auch ansonsten hat sich nicht allzu viel getan. Die steile Lernkurve hinsichtlich der bis zum letzten Knopf auch in Kombination mit anderen Tasten prall gefüllten Steuerung im Zusammenspiel mit den MMA-eigenen Gegebenheiten wie Bodenkampf, Aufgabegriffe, Clinch usw. ist fordernd und wird immer noch nicht durch ein entsprechend angebrachtes Tutorial abgemildert. Abgesehen von ein paar grundlegenden/wenig detaillierten Steuerungshinweisen sowie kleine Anschauungsvideos wird man nach wie vor ins kalte Wasser gestoßen, so dass Anfänger zuerst einmal den Weg in die Optionen suchen sollten, um den Schwierigkeitsgrad auf “Leicht/Anfägner” zu stellen. Darüber braucht man in der Anfangsphase wahrlich kein schlechtes Gewissen haben, da es vor allem für Einsteiger nur logisch ist, dass man hier nicht dauernd auf dem Harten Boder der Kampfkäfige landen möchte.

Technik+Wertung

Technisch hat sich nicht viel getan. Texturen wurden aufgehübscht, die Moderatoren sind nach wie vor Feuer und Flamme, die Jongles der einzelenen Käpfereinzüge sind nett anzuhären und die Animationen reichen von super flüssig bis „Was hat der denn im Ar*** stecken“ . – Hier wäre es langsam an der Zeit gewesen etwas mehr Liebe ins Detail zu stecken, auch wenn die Aufmachung EA-typisch anfangs zu überzeugen weiß. (8/10) mf

 

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