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Verloren und doch gewonnen

Hab Ihr Euch schon mal in eine Spielwelt dermaßen verknallt, dass ihr das Spiel gar nicht beenden wolltet? – Habt Ihr Spiele gespielt, bei denen die Main Quest letztendlich in den Hintergrund geraten ist, weil NPCs oder Side Quests viel zu interessant waren? – Ich kann ein Lied davon singen. Alleine. In der Dusche. Nein, ohne Kamera und Mikro (Ihr Stalker)!

Meiner ist der Größte

Ein Twitterpost, der letztendlich zu einem Minigame aus Ocarina of Time geführt hat, war der ausschlaggebende Grund, warum ich diesen Blogpost hier gestartet habe. – Ich liebe das erste 3D Zelda. Ich liebe die Story, jeden Dungeon und jede Sidequest. – Ich hab auch tatsächlich stets versucht die fesselnden Geschehnissen der Mainquest zu verfolgen, bis ich den Angelladen an einem kleinen Tümpel entdeckt habe. – Quasi der wahrgewordene Traum meines 1993er Ichs, das bereits in Link‘s Awakening versucht hat in einem Minigame den größten Fisch zu angeln.

Das Ganze hat sich simpel gestaltet. Je größer und seltener der Fisch, desto höher die Belohnung. Sogar geheime Köder, legendäre Fische und Geheimnisse kann man hier finden. – Letztendlich hab ich bestimmt einige Stunden länger zum Beenden des Spiels gebraucht, da ich dieses lauschige Plätzchen, abseits der verheerenden Geschehnisse in Hyrule, so unglaublich entspannend fand. Keine Gehner die auftauchen, sanfte Musik, ein kleiner, putziger Laden der aus einem 29.90€ günstigen Lego Creator Set stammen könnte unf das ruhige Wasser. – Ein Ort an dem ich mich VERLOREN habe und dennoch eine Menge an Flair und Freude GEWONNEN habe.

Fus ro… wer?

Geht es nur mir so oder habt Ihr auch gefühlt zehn verschiedene Versionen von Skyrim gekauft und gespielt? – Ich hab das Spiel für den PC, dann die XBOX 360 GOTY Edition, die überarbeitete PS4 Pro Version, die VR Version des Spiels und die Switch Edition mit Zelda Goodies. – Gut, das waren jetzt „nur“ fünf Versionen aber bringen wirs auf den Punkt… Ich habe das Spiel erst einmal durchgespielt. Warum? – Weil ich es liebe wie groß die Welt ist, wie dicht besiedelt jene dennoch ist, welche versteckte Orte man finden und plündern kann. Ich liebe es, wie mächtig man werden kann ohne jemals wirklich viel von der Hauptquest gesehen zu haben. 

Nach der anfänglichen Flucht vor dem obligatorischen Drachenangriff ist es zwar ratsam „Fus ro dah“ zu erlernen, ist man aber einmal damit ausgestattet und verlässt den Berg wieder, steht einem die ganze Welt offen. – Eine Rüstung hier, ein erlegter Drache da. Ein kleiner Wirtshausbesuch bevor man sich mit den gesammelten Pilzen ein leckeres Abendessen zubereitet. – Oder man schleift seinen Dolch im Morgengrauen. 

Ich für meine Teil bin innerhalb kürzester Zeit als Pferdedieb bekannt und darf kaum noch Dörfer betreten. – Kurzum…ich erlebe meine eigene Geschichte- Und genau das macht Skyrim aus, das ist der grund warum ich hier hunderte Stunden versenkt habe und immer wieder zurück kehre. Hier verliere ich mich unglaublich gerne!

Nach der Arbeit ist vor der Arbeit

Mein Arbeitstag beginnt täglich, wenn kurz nach vier Uhr morgens der Wecker klingelt (Ja, auch daran gewöhnt man sich nach 20 Jahren irgendwann) – Ich beende um 15 Uhr meinen Büroalltag und komme ca um 17:30 daheim an. 

Frau, Kinder, gemeinsames Essen, etwas quatschen… und dann hi und da gibt es Abende an denen ich weiter arbeite… Nein, liebe Vorgesetzte, ich arbeite nicht heimlich daheim vor oder nach 😉 

Die Rede ist von der Landarbeit in Form von Harvest Moon für den Game Boy Color. – Ich red hier tatsächlich vom Erstling in der 8Bit Version. – Klar gäbe es mein heiss geliebtes Stardew Valley oder andere Ableger der Harvest Moon Serie, die umfangreicher wären… aber genau das ist der springende Punkt: 

Harvest Moon am Game Boy ist so dermaßen simpel, klein und dennoch voller liebevoller Details, dass es eigentlich schon damals mit der starken „Spiel‘ mich zwischendurch am Smartphone Konkurrenz“ mithalten hätte können. 

Eine Session Stardew dauert bei mir meist zwei Stunden. Harvest Moon lege ich aber nach maximal 30 Minuten zur Seite, da es all das Ernten, Gestalten, Einkaufen, Entdecken, Aufräumen und mit der Katze spielen so gut und klein verpackt. 

Man fühlt sich zwar nicht beschnitten oder eben stark komprimiert/gestresst, dennoch kann aber in der genannten Zeit alles erledigt werden und ich fühle mich auch in diesen paar Minuten einfach wahnsinnig stark in den Bann dieses Klassikers gezogen.

Verliert Euch doch auch mal!

Keine Zeit vom Hauptweg abzukommen? Ihr wollt schnellsmöglich die Prinzessin retten? -Schon mal überlegt was all die Türen in manchen Shootern verbergen oder ob man in Mario 64 auch ohne alle Sterne zu sammeln aufs Dach zu Yoshi kommen kann? (Spoiler: Ja, das geht!) – Nein? Schade, denn hier könnten Euch stundenlange Abenteuer verwehrt bleiben. Angenehme Erlebnisse, die ganz neue Seiten des Spiels aufzeigen bleiben vielleicht verborgen und Ihr werdet vielleicht nie erfahren was mit der entlaufenen Katze in Twilight Princess noch alles passiert ist. – Entspannt Euch, schaut über den Tellerrand und schon bald erkennt ihr, dass da noch weit mehr wartet. 

Diese Methode ist übrigens auch in diesem Real Life anwendbar! Traut Euch! 😉

Martin Fornleitner

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2 Thoughts to “Verloren und doch gewonnen”

  1. Markus

    Der Twitterpost kommt mir bekannt vor 😉
    Das Angeln in OoT hab ich wirklich geliebt, verloren habe ich mich schon in diverse Videospielwelten, zuletzt in die rießige Welt von Breath of the Wild. Selbst nach 100 Spielstunden habe ich da neue, oftmal witzige Dinge entdeckt.
    Harvest Moon war übrigens mein erstes GB Color Spiel, was ich auch sehr gerne gezockt habe.

    1. Das dachte ich mir schon, was Twitter anbelangt. – Ich persönlich finde Breath of the Wild zu groß für ein Zelda Spiel. Es ist cool , dass man jetzt mehr erforschen kann, aber ich finde es geht etwas “heimeliger” Flair verloren. – Hier kann ich halt zb überall angeln und 100.000.000 Dinge tun. Kein einmaliges Plätzchen, das es sonst im Spiel nirgendwo gibt.

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