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Super Mario Odyssey Special Part 1: Super Mario 64

Here we go
Off the rails
Don’t you know it’s time to raise our sails?
It’s freedom like you never knew…

Dieser Ohrwurm trudelt seit Wochen durch unsere Gehörgänge und beschreibt in den ersten Zeilen sehr gut, was den kommenden, wohl großartigen Titel “Super Mario Odyssey” auszeichnet. – Eine Art von Freiheit unter dem Banner einer motivierten Aufbruchstimmung, wie wir sie seit Mario 64 und Mario Sunshine nicht mehr erlebt haben. – Bevor wir uns aber dem finalem Review zu dem wohl großartigsten Titel des Jahres zuwenden, bekommt Ihr ein Mario Special, das sich zuerst mit Mario 64 beschäftigt.


It´s a me, Mario!

Mario´s erster dreidimensionaler Auftritt ist auch mitunter der beste, wenn es nach der Meinung vieler Fans geht- Und so verkehrt liegen sie gar nicht damit. Noch nie zuvor war es Möglich in diesem Umfang und dieser Präzesion mit einer Spielfigur flüssig eine polygonale Welt zu erforschen.

Nintendo versuchte am Anfang der Entwicklung bereits auf dem Super Nintendo, mit Hilfe eines modifizierten Super FX Chip, Mario in die dritte Dimension zu verfrachten. Dies gelang aber nicht so gut wie erhofft und somit wurde bereits vor Abbruch der Entwicklung dieses Prototyps ein externes Studio beauftragt, welches ein polygonales Spiel im Mario Universum mit Yoshi in der Hauptrolle in Form eines Prototyps erschaffen hatte.

So ähnlich dürfte der Super FX Prototyp auf dem SNES ausgesehen haben

Das beauftragte Studio war Argonaut Software, welche aber schnell den Auftrag wieder entzogen bekommen hat, da Nintendo das Ultra 64 mit Mario ausstatten und selbst die Fäden in der Hand haben wollte. Aus Argonaut Software´s Projekt wurde übrigens dann der 3D Platformer “Croc: Legend of the Gobbos”, welches optisch und spielerisch immer noch an Yoshi bzw. das Pilzkönigreich erinnert.

Croc´s Ähnlichkeit zu Mario 64 ist unverkennbar

Aufbruch in neue Welten

Am 23.Juni 1996 war es dann endlich so weit und Super Mario 64 erblickte auf dem Nintendo 64 das Licht der Welt. Die neue Art mit Mario Welten zu erforschen machten aus deisem Titel ein waschechtes Action Adventure mit Jump´n Run Anleihen.

Mario 64 lebt von seinen strukturell gut durchdachten Welten

Egal wie gut Mario Galxy, Super Mario 3D World oder sonstige nachfolgenden Titel waren, werden jene niemals die Klasse und größe der Adventure Teile der Mario Serie erreichen. – Mario erforscht Welten, betritt jene mehrfach, hat Aufgaben zu erfüllen und lüftet Geheimnisse auf eine charmante Art und Weise, wie dies noch nie der Fall war.

Retro Review

Bevor wir uns aber das eigentliche Spiel ansehen und beleuchten, warum kein Mario Titel mit der Qualität von Mario 64 mithalten kann, rufen wir uns ins Gedächtnis, dass im Jahr 1996, Filme wie Jurassic Park, ID4, usw. nur wenige Jahre davor unsere Ansicht digitaler Unterhaltungsmedien total verändert hat. – Wo es im Kino und TV eine Revo- bzw. Evolution gab, war natürlich klar, dass man auch im Videospiel-Sektor bald mit etwas neuem rechnen durfte.

Zwar war das Nintendo 64 die erste kommerziell erfolgreiche Konsole mit 64-Bit Risc-Chip, jedoch half dies leider nicht über die Tatsache hinweg, dass es trotzallem technische Probleme/Schwächen gab. Der System-Bus war viel zu eng bemessen, als dass die große Datenmenge der starken Chips, schnell genug verarbeitet werden konnten, noch war der Arbeitsspeicher groß genug, um eben jene Daten lange genug – und vor allem im notwendigen Ausmaß, zwischenzuspeichern. – Und dennoch hatten wir hier eine Konsole vor uns, die uns Polygongrafik in einem Detailgrad bieten konnte, wie es zB die Playstation oder der Saturn nicht vollbringen konnten.

Die Stärke der Konsole (und da kommen wir endlich wieder zurück zu Mario 64), wurde sehr schnell deutlich, nachdem wir das erste mal selbiges Spiel gestartet haben. Ein interaktiver, mit sehr vielen Polygonen versehener Mario Kopf inkl. Pointer, der das Gesicht verformen, verzerren und anstupsen konnte war sehr beeindruckend. – Vor allem konnten die Entwickler bei diesem Begrüßungsscreen viel mehr Polygone und Effekte verwenden, um das Haupt von Mario zu realisieren, als im eigentlichen Spiel. – Selbst in ´Super Mario Sunshine´, dem direkten Nachfolger von Mario 64, war dieser Detailgrad im Spiel noch nicht erreicht. – Ein toller Auftakt, der vor allem technisch vom Hocker gerissen hat.

Tee, Kuchen und Kidnapping

Im Spiel angelangt wird uns ein Brief von Prinzessin Peach vorgesetzt, der Mario ins Schluß zu einer vergnüglichen Tee/Kuchen-Stunde (Ja, ja, ja) einlädt. – Diese Einladung dankend angenommen, betreten wir das Castle-Field, die erste dreidimensionale Umgebung, die Mario jemals betreten durfte. – Zwar freuen wir uns schon auf das besagte Gebäck und den Tee, jedoch fällt es schon sehr schwer, auf direktestem Weg, ins Schloß zu gehen. – Viel zu präzise funktioniert die Steuerung, viel zu bunt ist die Umgebung und viel zu lieblich zwitschern die Vogelschwärme im Garten des Schlosses.

Allein diese ersten Sekunden/Minuten haben mich damals davon überzeugt, dass hier etwas großartiges auf die Spielergemeinde wartet. – Das wurde durch das betreten des königlichen Anwesens nur noch mehr bestätigt. – Marios Aufgabe ist, wie könnte es anders sein, die Prinzessin aus den Fängen von Bowser zu befreien. – Aus Tee und Kuchen wird wohl vorerst nichts. – Macht aber nichts, denn nur durch Peach´s Hobby, sich regelmäßig entführen zu lassen, gelangen wir in die Räumlichkeiten, in denen große Gemälde darauf warten, von Mario betreten zu werden. – Das Schloß diehnt quasi als Oberwelt, die soviel besser und interessanter ist, als die sonst üblichen Mario-Maps, auf denen wir uns geradlinig von Level zu Level bewegen (müssen).

Die wohl beste Entscheidung der Entwickler ist der missionsbasierte Aufbau der einzelnen Welten. Immer wieder müssen wir die selben Bilder/Welten betreten, um neue Aufgaben zu bewältigen. Nicht nur, dass man so den Level teilweise ganz neu erlebt und mit neu erlernten Fähigkeiten/Gimmicks, andere Gebiete erforscht, erzeugt dieser Kniff im Spieldesign, dass man sich ungewöhlich frei fühlt. – Man kann selbst etnscheiden, welche Level man, wann betritt. – Aufgabe ist es, durch jede erfüllte Mission einen von 120 Powersternen zu bekommen, mit deren Hilfe wir neue Stockwerke im Schloß öffnen können.

Nintendo bzw. die Teams, die Mario-Spiele NACH ´Super Mario 64´entwickelt haben, müssen blind oder schlicht doof gewesen sein, denn warum in Yoshi´s Namen hat man in den Nachfolgespielen auf die Flügelkappe, die Metallkappe und die Tarnkappe verzichtet? – Jene drei Powerups sind schlicht genial und befördern den Charm dieses 3D Platformers, wortwörtlich, in neue Höhen.

Ebenfalls einzigartig sind die Musikstücke in Mario 64. Das erste Mal seit einem Jahrzehnt, bekamen die Spieler richtig neue Musikstücke in Orchesterqualität vorgesetzt. – Musikstücke, die nun seit fast 20 Jahren als lieb gehörter Ohrwurm noch immer in meinem Kopf herumschallt. – In den Nachfolgespielen hat man vielmehr auf Remix-Versionen, bekannter Themen gesetzt. – Unverständlich, warum man die eigene Kreativität so dermaßen im Keller versenkt hat.

Fazit

Der einzigartige Controller des Nintendo 64 mit seinem Analogstick und dem Z-Trigger war auf das Spiel zugeschnitten und vermittelte ein Gefühl der Kontrolle, wie man es sonst nirgendwo erlegen konnte. – Kleine Schritte, zögerliche Bewegungen an Wänden entlang bis hin zum berühmten Dreifachsprung sind nicht nur einprägsam, sondern vor allem unterhaltsam und leicht ausführbar gewesen.

2004 erschien mit Super Mario 64 DS eine stark überarbeitete Version des Spiels. – Man konnte vier Charaktere steuern und die Grafik wurde auch verbessert

Die Jagd nach allen Sternen ist bis heute noch toll spielbar und hat mit seinem Stil einen fixen Bestandteil in der Popkultur des Gamings eingenommen. – Auch wenn dies natürlich technischen Limitationen und nicht der Absicht der Entwickler zu verdanken ist.
Es war einfach eine Besonderheit Mario´s Welt aus neuen Perspektiven zu erleben und neue Charaktere kennen zu lernen. – Mario 64 war der Grundstein für Super Mario Odyssey, welches am 27.Oktober 2017 erscheinen wird. – In den nächsten Tagen beleuchten wir auch Super Mario Sunshine, den Nachfolger von Super Mario 64 und werden in weiterer Folge zeitnah Super Mario Odyssey unter die Lupe nehmen und Euch das Review präsentieren. – Stay tuned und bis dorthin singt einfach mit:

 

 

 

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