Martin's Blog Technikcheck 

Technikcheck: New Kindle Fire (Herbst 2015)

Im Jahr 2015 ist es nicht unbedingt leicht das passende Endgerät zu finden. – Wie immer ist es wichtig anfangs abzuklären, was man von einem Gerät (in diesem Fall Tablet) erwartet, was man bereit ist auszugeben und wofür man es gebrauchen möchte. – Die Standartantwort dürfte in den meisten Fällen gleich ausfallen, da es nur zwei Kategorien von Tablets gibt. – Klein, handlich und für den alltäglichen Schnickschnack, wie Surfen, spielen und Lesen und die Pro-Tablets wie das Surface oder das iPad Pro. Amazon bedient seit einiger Zeit die erste Kategorie und vertreibt gleich mehrere Endgeräte der Kindle-Familie, die einzig und allein für Entertainment gedacht sind. – Martin hat sich für euch den neuling der Kindle-Familie angesehen, der gerade mal mit 59€ zu Buche schlägt. – Ob man bekommt, wofür man bezahlt, oder ob das Gerät doch überraschen kann, klärt unser Technikcheck.


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Klein, aber fein ?

Wer 59 € für ein Tablet ausgibt, kann keine großen Ansprüche an solch ein Gerät stellen. Sonderlich beeindruckend sind demnach auch die technischen Daten nicht. Der Quadcore 1.3 GHz Prozessor wirkt genau so überholt, wie das 1024 x 600 (171 ppi) Display und der geringe interne Speicher von 8 GB. Auch Marketingsprüche, wie 1,8 mal so robust, wie das iPad Air 2 (wtf?!), lassen anfangs vermuten, dass wir hier ein eher billiges Tablet vorgesetzt bekommen.

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Das Fire kommt mit typsichem Menüaufbau/Desktop daher und überrascht trotz schwächelnder Daten mit Darstellung und Performance

Aber ignorieren wir solche Daten und Sprüche, nehmen wir uns dem Gerät so gut wie möglich ohne Vorurteile an. – Das Kindle Fire mit seinem 7 Zoll Display wir software-seitig mit dem so genannten Fire OS versorgt. – Einem Betriebssystem mit Android-Kernel, das in manchen Bereichen eingeschränkt wurde und dann doch nicht so viel Freiheiten bietet, wie der geneigte Android-Bastler immer wieder so hoch in den Himmel lobt (Verdammt…meine Vorurteile kommen schon wieder durch). – Das Fire OS in der Version 5.0 (auch Bellini genannt) bietet eine Oberfläche, die sehr eng mit dem Angebot von Amazon verschmolzen ist.

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Egal ob Bücher, Filme oder Musik. Amazon bietet am Desktop immer wieder neue Angebote an.

Der Desktop ist auf mehrere Bildschirme aufgeteilt, die gekaufte Bücher, Apps, Videos, Spiele, usw. – aus eurem ganz persönlichen Amazonkonto widerspiegeln. – Eure gekauften und digital verfügbare Inhalte stehen allesamt zum Streamen oder Downlaoden bereit. – Apropos “persönlich” – Gleich nach dem Einschalten wird man persönlcih begrüßt, Amazon richtet offenbar das georderte Gerät so ein, dass es sofort mit dem bestellenden Amazon-Account verknüft ist.

Erstaunlicherweise ist das Display besser, als man Anfangs vermuten würde. Die Farben sind zwar etwas zu hell ausgefallen, aber dennoch kräftig genug, um mit Geräten, wie dem iPad Mini (Nicht die Retina-Version) mitzuhalten. – Auch die Reaktionszeit ist angenehm schnell, was wohl auch am gepimptem OS liegen dürfte. – Um nochmals auf “Freiheiten” und “Android” zurück zu kommen. Ohen große Umstände können beliebige APK-Files installiert werden. – Die Installation von Fremdquellen kann einfach zugelassen werden. – Auch ist es möglich ohen große Umstände den Google-Playstore auf diese Weise auf das Fire zu bringen. – Hat bestimmt so seine Vorteile, da man so eine größere App-Auwahl bekommt.

Apropos Apps. Amazon bietet die Möglichkeit (Zumindest in Deutschland und UK) Zugriff auf eine tolle und große Auswahl von Gratis-Apps, die normalerweise kostenpflichtig erhältlich sind. – Spiele wie Goat-Simulator, Monument Valley, Minecraft, usw. sind zB momentan gratis erhältlich. – In Österreich gibt es aber noch keien Möglichkeit bei jenem Gratisprogramm teilzunehmen. – Laut Auskunft von Amazon, soll dies aber bis Ende des Jahres möglich sein (wohl eine rechtliche Anglegenheit?!). – Was das reguläre App-Angebot anbelangt, sind angenehm viele Apps vertreten, die ich persönlich sehr schätze. Von Hearthstone über Sketchbook bis hin zu diversen Apps, wie Plex, Youtube, usw. ist eigentlich alles Vertreten, das man so auf der Couch benötigt. – Der interne Speicher des Tablets kann mit Micro-SD Karten bis 128 GB erweitert werden, was vor allem bei Downloads von Filmen oder Serien gut zu gebrauchen ist.

Prime, Haptik und Werbung

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Werbung im Sperrbildschirm, erspart euch beim Kauf des Fire-Tablets 20€

Wer ein Kindle Fire kaufen möchte, braucht nicht zwingend einen Prime-Account. – Dennoch würde genau das Sinn machen, da man ständig mit den Angeboten von Amazon konfrontiert wird und Direktverknüpfungen zu Serien und Filmen auf dem Desktop dargestellt bekommt. Auch Gratis-Leihbücher werden angezeigt. – Prime macht Sinn, ist aber wie gesagt keine Pflicht. – Da Kindle Geräte hauptsächlich durch ihre eBook-Reader bekannt wurden, stellt sich natürlich für Interessenten die Frage, ob und wie gut man Bücher auf dem kleinen Display lesen kann. – Zwar ist das Display nicht so angenehm abzulesen, wie zB ein eInk-Display und die Buchstaben wirken auch nicht so knackig, wie zB. bei eniem TAblet mit HD-Auflösung, allerdings ist die Darstellung von Buchstaben immer noch gut genug, um halbwegs gut in diversen Ramanen versinken zu können.

Amazon bietet überigens beim Kauf an, dass man sich für die werbefreie Variante entscheiden kann, die dann um 79€ zu haben ist. – Wer sich nun fragt, was es damit auf sich hat sei erklärt, dass bei der 59€ Version als Sperrbildschirm diverse Amazon-Produkte angepriesen werden. – Dies ist für meinen Geschmack nicht sonderlich schlimm, sondern hat mir schon zu dem einen oder anderen Schnäppchen verholfen.

Abschließend noch ein Wort zur Verarbeitung des Tablets. – Das Teil ist aus Plastik. Rund her um, vorne, hinten, links und rechts, alles voll Plastik. – Kein Wunder zu dem Preis und auch die Tasten sind jetzt nicht so wertig verarbeitet, wie bei anderen Tablets, aber dies fällt kaum ins Gewicht. – Ich empfehle jeden übrigens die Original Origami-Hülle von Amazon zu kaufen, da sie nicht nur perfekt passt, sondern auch bestens vor Kratzern und Stürzen schützt.

Fazit

59€ sind eine Kampfansage von Amazon. Der Onlinehändler hat erkannt, dass Endgeräte gut, aber nicht teuer sein müssen, vor allem, da sie in jenem Fall ein Tool darstellen, um noch mehr Ware zu kaufen. – Das Teil finanziert sich wohl in wenigen Wochen von selbst. – Aber auch der Endkunde kommt gut davon. Zwar hat man kein HD Display, nur einen Mono-Lautsprecher und kein Aluminium-Unitbody Gehäuse, usw. – Zum Beziehen digitaler Inhalte, wie Spiele, Filme, Musik und Bücher, ist das Fire Tablet wie geschaffen. – Auch das Surfen klappt gut, auch wenn das WLAN-Modul etwas schneller sein könnte. – Übrigens gibt es das Kindle Fire auch im Sixpack. Wenn ihr fünf Geräte kauft, bekommt ihr ein sechstes gratis dazu. – Meine Endwertung zu Amazon´s neuesten Familienzuwachs ist eine glatte 7,5/10

Wer fünf kauft, bekommt ein 6. Tablet gratis dazu
Wer fünf kauft, bekommt ein 6. Tablet gratis dazu

 

Quelle: Hier gehts´zum Kindle Fire

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2 Thoughts to “Technikcheck: New Kindle Fire (Herbst 2015)”

  1. Bücher lese ich immer noch am liebsten auf dem eInk-Kindle. Da ist die Schrift gestochen scharf und man verbraucht wenig Strom. Vor allem bei Sonnenlicht am besten zu lesen. Daher finde ich diese Kindle-Versionen als e-Bookreader ehr weniger prickelnd. Aber als Tablet durchaus verlockend, vor allem, wenn man durch diese Werbeangebote noch Geld sparen kann. Ich denke gerade für Einsteiger eine feine Sache. Danke für den Bericht.

    1. zum lesen nehm´ich selbst auch immer noch meinen stadart-kindle. der ist mittlerweile siche 3, 4 jahre alt und musste nur gefühlte drei mal aufgeladen werden. 😉
      jedenfalls hat man, wenn man nur lesen möchte, bessere geräte, da gebe ich dir recht.

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