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Community Blog: Lebst du noch oder spielst du schon?

Einige werden sich jetzt denken, natürlich lebe ich und spiele schon seit meiner Kindheit, was soll die Frage. Erstens ist es jedoch nicht nur eine Frage sondern auch  der Titel dieses Blogs und zweitens möchte ich hier einfach mal versuchen die Frage zu klären “Warum spielen wir?”. Ich weiß, dieses Thema wurde schon oft durchgekaut, es gibt immer wieder Studien dazu und dennoch stellte ich mir in letzter Zeit die Frage, warum ich eigentlich die Konsole immer wieder gerne anwerfe und in virtuelle Welten abtauche? Ich könnte doch meine Zeit auch anders nutzen. Für alle, die sich jetzt Sorgen machen, dass dieser Blog aus Statistiken und Zahlen nur so übergeht, kann ich beruhigen. Ich möchte mich auf keine Statistik festlegen oder zurückgreifen, hier geht es einfach um meine subjektive Meinung.

Spiele, die Ablenkung zur Realität?

Was gibt es schöneres, als nach einem anstrengenden Arbeits-Schul-Uni-“was auch immer” Tag nach Hause zu kommen und die Konsole/ den PC anzuwerfen und ein paar Runden zu zocken. Ob man sich hier abreagiert und in Assassins Creed ein paar Templer meuchelt, oder einfach nur entspannt in Animal Crossing ein paar Blumen gießt, die Realität schalten wir in beiden Fällen “ab”. Natürlich möchte ich hier nicht von totalen Realitätsverlust reden, denn auch Bücher, Musik oder Filme können einen so sehr ablenken und in den Bann ziehen, damit man meint, wir sind mitten im Geschehen und genau das wollen wir auch. Ein wirklich gutes Spiel schafft es, uns so sehr in den Bann zu ziehen, das wir alles andere ausschalten können. Das Wort “abschalten” trifft es hier wohl am besten, denn wir können abschalten und uns voll auf unsere Mission konzentrieren. Dienen Games also zur Entspannung? Meiner Meinung nach auf jeden Fall. Es gibt aber auch den anderen Effekt. Eine Stelle im Game die so frustrierend ist, das wir am liebsten den Controller (insofern wir ihn überhaupt noch in Händen halten) gegen die Wand wefen würden. Das Spiel am besten gleich dazu. Doch auch hier gibt es einen Effekt, vielleicht sogar einen Lerneffekt.

Das Spiel und ich

In solchen Momenten lernen wir nämlich unsere Toleranz und Frustrationsgrenze kennen und einzuschätzen. Wo bei manchen Spielern der zweite missglückte Sprung über eine Schlucht schon zum werfen eines Controllers führt, kann dies bei anderen viel länger dauern. Lernen wir also wenn wir spielen, uns selber besser kennen? Das kommt natürlich auf das Spiel selbst an und ob wir alleine oder gemeinsam mit Leuten spielen.  Wähle ich lieber den schwierigeren Weg und bekomme mehr Belohnung oder gehe ich den leichten Weg und brauche dann doch länger, um den Boss zu besiegen? Was traue ich mir selbst in dieser Situation zu? Vielleicht ist das jetzt etwas weit hergeholt aber in gewisser Weise spiegeln wir uns beim Spielen selbst. Gebe ich den Spieler X mein Schwert und helfe ihm somit? Oder verkaufe ich es und kaufe mir mit dem erhaltenen Lohn ein besseres Schild für mich? Das Games das soziale Gefüge trainieren, ist wohl unumstritten. Gerade bei MMORPGs oder auch offline Multiplayer Games. Wie gehe ich damit um erster zu sein in Mario Kart? Oder, der verdammten Bananenschale wegen, letzter? All das spiegelt uns in gewisser Weise.

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Splatoon als Beispiel. Helfe ich den anderen? Oder färbe ich lieber so schnell es geht alles ein? Wie gehe ich vor? Lasse ich lieber die anderen im Stich um so mehr Punkte zu holen? Oder sind mir die Punkte egal und warum spiele ich eigentlich noch immer? Wollte ich nicht nur mal kurz reinschauen?

Die Moral von der Spielegeschichte?

Vielleicht habe ich doch einen zu großen Sprung gewagt und bin erst wieder in die oben besagte Schlucht gestürzt. Gibt es eine einfache Antwort auf die Frage “Warum spielen wir?”.  Es gibt wohl keine eindeutige Antwort darauf, jedoch viele verschiedene Antwortmöglichkeiten. Der eine spielt eine Runde Solitär, weil ihm gerade langweilig ist. Die andere zockt schon fünf Stunden durch, ohne zu bemerken, dass es langsam Zeit wird ins Bett zu gehen. Ich denke, dass ein sehr großer Faktor, warum wir Games zocken einfach der Spaß dahinter ist.  Jeder definiert Spaß auch wieder anders. Was dem einen Freude macht, gefällt dem anderen überhaupt nicht. Das Spielen selbst ist wohl ein Hobby wie jedes andere. Allerdings ist es wohl weitaus tiefgründiger, als so mancher (nicht)Spieler annehmen würde. Jede/r hat wohl seine eigene Antwort darauf, warum er/sie spielt. Wie lautet deine?

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2 Thoughts to “Community Blog: Lebst du noch oder spielst du schon?”

  1. Clemens

    Sehr sehr interessant dein Blick in diese Richtung!
    Also warum Spiele ich? Hmmmm.
    Ich nehme jetzt mal als Beispiel das neue Tomb Raider. Es zieht mich in seinen Bann zu sehen warum Lara sich diesen Strapazen aussetzt und genau das fesselt mich vor den Fernseher. Ich kann in Mass Effect das Universum retten oder
    Mit Link die wunderschöne Prinzessin. Das tolle ist ich kann der Held sein und in anderen Weltwn eintauchen.

  2. Ja das macht natürlich auch eine große Faszination hinter Spielen aus, das man in verschiedene Rollen schlüpfen kann. Egal ob Held oder Schurke, es macht Spaß die verschiedenen Herausfordung zu durchleben.

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